Apotheker gewinnen Auszeichnung für Integrationsprojekt

Apotheker gewinnen Auszeichnung für Integrationsprojekt

Der Nationale Integrationspreis 2019 geht an das Projekt „IQ Apotheker für die Zukunft“. Das Gemeinschaftsprojekt der Landesapothekerkammer Rheinland-Pfalz und dem Träger Medici in Posterum führt ausländische Apotheker zur deutschen Approbation. Laut einer Pressemitteilung der Bundesregierung will Kanzlerin Angela Merkel (CDU) den Preis am heutigen Montag verleihen. Die Beteiligten selbst wussten zumindest bis zuletzt aber gar nichts davon. 

„Offiziell wissen wir das immer noch nicht“, sagt eine Angestellte der Medici in Posterum GmbH noch am Montagmorgen. Seit Freitag weiß man aber, wahrscheinlich wegen einer zu früh versandten Pressemitteilung aus dem Presse- und Informationsamt der Bundesregierung, dass der Bildungsträger gemeinsam mit der Landesapothekerkammer Rheinland-Pfalz Preisträger des diesjährigen Nationalen Integrationspreises ist.

„IQ – Apotheker für die Zukunft“ heißt das gemeinsame Projekt. IQ steht dabei für „Integration durch Qualifizierung“. Ausländische Apotheker, die in ihrer Heimat Pharmazie studiert haben oder in dem Beruf gearbeitet haben, bildet man weiter und führt sie in drei Schritten zur deutschen Approbation.

Integrierter Fach- und Sprachunterricht, Mitarbeit in Apotheken und eine ehrenamtliche Einzelbetreuung durch einen Tutor erwiesen sich dabei als erfolgreiche Säulen des Projekts: Laut Pressemitteilung konnten bislang alle Kursteilnehmer die Fachsprachprüfung und pharmazeutische Kenntnisprüfung bestehen. 

Beispiele herausragender Integration

„Daher trifft das Projekt den diesjährigen thematischen Schwerpunkt ‚Mitgestalten‘“, heißt es weiter in der Mitteilung der Bundesregierung. Das Projekt zeige „herausragende Beispiele erfolgreicher Integration“. Daher habe sich eine Jury aus Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens für das Projekt als Preisträger entschieden. Die Jury besteht derzeit aus der Berliner Integrationsforscherin Naika Foroutan, dem Fußballprofi Sami Khedira, dem Autor Ahmad Mansour, der langjährigen Frankfurter Oberbürgermeisterin Petra Roth sowie dem ehemaligen Vorsitzenden der Bundesagentur für Arbeit Frank-Jürgen Weise, der der Jury vorsitzt.

Verliehen wird der Preis erst am Nachmittag des heutigen 11. November – und eigentlich sind die Preisträger bis zur Verleihung auch noch geheim. Alle Verantwortlichen des Projektes waren am Montagmorgen nach Berlin gereist und daher noch nicht für ein Statement zu erreichen. Der Nationale Preis für Integration wird seit dem Jahr 2016 verliehen, in diesem Jahr zum dritten Mal. Vorschlagsberechtigt sind 33 Institutionen, vorgeschlagen werden können Personen, Personengruppen, Organisationen oder auch Kommunen. Der Preis ist außerdem mit 10.000 Euro dotiert.

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