Neue Corona-Regeln: Das ändert sich jetzt beim Einkaufen

Neue Corona-Regeln: Das ändert sich jetzt beim Einkaufen

In Bayern gilt die FFP2-Maskenpflicht bereits seit 18. Januar. Nun greift die neue Regelung bundesweit. In nahezu allen Bundesländern (außer Bayern) stehen neben den FFP2- und KN95-Atemschutzmasken auch medizinische OP-Mundschutzprodukte, die wesentlich günstiger sind, im Fokus.

Medizinische Mundschutzmasken (FFP2, KN95, N95 oder OP-Masken) müssen in folgenden Bundesländern beim Einkaufen und im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) getragen werden:

  • Baden-Württemberg,
  • Berlin,
  • Brandenburg,
  • Bremen,
  • Hamburg,
  • Hessen,
  • Mecklenburg-Vorpommern,
  • Nordrhein-Westfalen,
  • Niedersachsen,
  • Rheinland-Pfalz,
  • Saarland,
  • Sachsen,
  • Sachsen-Anhalt,
  • Schleswig-Holstein und
  • Thüringen (ab Dienstag).

 

Was kann passieren, wenn man keine FFP2-Maske trägt?

Händler wie Aldi Süd, Lidl, Rewe oder Edeka haben die Maskenpflicht in ihre Hausordnungen eingebaut. Laut den einzelnen Länderbeschlüssen sind sie verpflichtet, Kunden über die geltende FFP2-Maskenpflicht zu informieren.

Mit Schildern verweisen einzelne Händler – darunter etwa Rewe oder Aldi Süd, ihre Kunden bereits auf dem Parkplatz auf die geltende FFP2-Maskenpflicht.

Gleichzeitig sind die Supermarktketten, Drogeriemärkte und Discounter auch in der Pflicht, die Maßnahme zu kontrollieren und umzusetzen.

Um sich rechtlich abzusichern, haben Händler eine Maskenpflicht in ihre Hausordnung eingebaut. Dieser stimmen Kunden beim Betreten der Filiale automatisch zu. Dadurch können Aldi Süd, Lidl, Rewe oder Edeka bei Verstößen Verwarnungen aussprechen und fristlose Hausverbote erteilen.

Solche Maßnahmen rufen auch Ordnungshüter auf den Plan. Bitten Filialleiter nämlich die Polizei um Hilfe, droht bei Verstoß üblicherweise ein Bußgeld.

In der Regel liegt die Strafzahlung je nach Regelfall und Bußgeldkatalog zwischen 150 und 500 Euro. Teilweise stehen sogar 25.000 Euro im Raum.

Kunden, die ihre FFP2-Maske vergessen haben, können in der Regel in den Filialen Atemschutzprodukte kaufen. Bei Aldi Süd gibt es die FFP2-Maske für 99 Cent. Penny und Lidl verkaufen Produkte für einen Euro. In Münchner Edeka- und Rewe-Filialen gibt es die Filtermasken teilweise für 1,10 Euro bereits am Eingang.

Tankstellen und Apotheken verkaufen ebenfalls FFP2-Masken. Dort müssen Verbraucher aber mit deutlich höheren Preisen rechnen.

Ab wann muss man die die Maske tragen?

Grundsätzlich gilt die FFP2-Maskenpflicht in geschlossenen Räumen im Einzelhandel und für Pendler im ÖPNV. Allerdings haben einzelne Händler die Maskenpflicht auch auf Kundenparkplätze ausgedehnt.

Grund ist, dass sich Kunden auch vor den einzelnen Aldi-, Lidl-, Penny- oder etwa Rewe-Filialen nah kommen könnten und die Mindestabstände beispielsweise an der Ausgabe der Einkaufswagen nicht immer eingehalten werden können.

Nicht wundern, wenn man auf dem Parkplatz bereits aufgefordert wird, eine Maske zu tragen. Auch sollte man die Maske erst absetzen, wenn man im Auto sitzen oder das Gelände zu Fuß verlässt.
 

Worauf muss man beim Kauf einer FFP2-Maske achten?

Folgende Kennzeichen sollte man beim Kauf der Maske beachten. Die einzelnen Infos findet man auf der Packung.

Besonders wichtig ist die CE-Kennzeichnung mit der 4-stelligen Kennnummer. Diese gibt an, welche Prüfstelle die Maske zertifiziert und somit in Europa zugelassen hat. In Deutschland übernehmen das beispielsweise die bekannten Prüfstellen Dekra, DGUV, DIN Certco, die Deutsche Prüf- und Zetrifizierungsstelle für Land- und Forsttechnik, ECS, Hohenstein, IFA, PZT, TÜV Süd oder TÜV Rheinland.

„CE0465“ bedeutet etwa, dass die italienische Prüfstelle ANCI die Maske geprüft hat. „CE0099“ wiederum, dass Aenor International aus Spanien zuständig war. Der Verkauf solcher Masken in Deutschland ist erlaubt, denn auch bei den FFP2-Masken gilt der freie Warenverkehr des Europäischen Binnenmarkts.

Allerdings gilt auch: Nicht jede CE-Nummer ist korrekt und verweist auf eine gültige Zertifizierung. Über die Online-Datenbank Nando kann man sehen, welche Prüfstelle die Maske zugelassen hat – oder ob es sich um einen Fake handelt. CE1282 ist beispielsweise falsch, da es die Prüfstelle in Europa nicht gibt. Auch darf der Anbieter nicht schreiben: ECM 1282 CE. Sondern, der Code muss auf CE folgen.

KN95, N95 bedeutet lediglich, dass die Maske zwar einer FFP2-Maske ähnelt, die Zertifizierung allerdings weitaus später erfolgte. Solche Produkte kann man bedenkenlos verwenden. Allerdings muss auch hier die CE-Nummer stimmen.

Wie wird kontrolliert, ob man eine FFP2-Maske trägt?

FFP2-Masken gibt es grundsätzlich in verschiedenen Modellen und in den Hauptfarben weiß, beige, schwarz und grau. Sie sind oft kuppelförmig und faltbar. Auf den Masken finden sich immer der Name des Herstellers, die CE-Nummer, der NR- oder R-Zusatz und die Europäische Prüfnorm.

Ordnungshüter prüfen, ob die Maske getragen wird, ob korrekt die Nase und der Mund bedeckt sind und ob auch die Angaben stimmen. In Einzelfällen könnten Ordnungshüter die Angaben (CE und Prüfnorm) auf der Maske abfotografieren und mit Hilfe der Online-Datenbank Nando vergleichen. Liegt keine Zertifizierung vor, wäre ein Bußgeld möglich.

 

Was passiert mit bereits gekauften Masken?

Den textilen Mundschutz aus Baumwolle oder Polyester, den sich Millionen Verbraucher seit Frühjahr 2020 zugelegt haben, müssen sie nun durch eine medizinische Maske (OP oder FFP2) ersetzen.
 

Ändert sich sonst noch etwas beim Einkaufen?

FFP2-Masken schützen zwar besser als textile Mund- und Nasenbedeckungen, sie sind allerdings auch teurer und schwer zu reinigen.

In Folge dessen könnten Spontaneinkäufe im Supermarkt und beim Discounter weiter abnehmen. Ingesamt hat sich das Einkaufsverhalten nämlich seit Ausbruch der Corona-Krise verändert.

Kunden planen ihre Einkäufe gründlicher, langfristiger und preisfokussierter. Sie besuchen Supermärkte seltener, kaufen dafür größere Mengen an Lebensmitteln ein. „Es zeigt sich, dass Kunden ihre Vorratskammern so auffüllen, dass die Lebensmittel für mindestens eine Woche ausreichen“, sagt ein Handelsexperte.

Weiterhin darf sich nur eine bestimmte Anzahl an Kunden in den Filialen aufhalten. In der Regel kommen Ampelsysteme, Kundenzähler, Sicherheitsbeamte und auch Einkaufswagen zum Einsatz. So soll gewährleistet werden, dass die Verordnungen eingehalten werden.

Nicht wundern, wenn man einige Filialen von Lidl, Aldi und Co. nur mit Einkaufswagen betreten dürfen. Damit zählen die Filialen, wie viele Kunden sich im Laden befinden und ob die Maximalanzahl erreicht ist.

Kunden wird an der Kasse zudem empfohlen, kontaktlose Zahlungsoptionen zu nutzen.

Zuerst veröffentlicht auf chip.de

Chip.de Redaktion

*Der Beitrag „Neue Corona-Regeln: Das ändert sich jetzt beim Einkaufen“ wird veröffentlicht von FitForFun. Kontakt zum Verantwortlichen hier.

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