11.585 neue Covid-Infektionen in Deutschland gemeldet – Zahl der aktiven Fälle sinkt stark

11.585 neue Covid-Infektionen in Deutschland gemeldet – Zahl der aktiven Fälle sinkt stark

Die Corona-Pandemie hat Deutschland und die ganze Welt weiter fest im Griff, dennoch werden die Rufe nach einem Ende des Lockdowns in Deutschland immer lauter. Die Gesundheitsämter haben dem RKI zuletzt 8.616 Neuinfektionen und 231 neue Todesfälle binnen eines Tages gemeldet. Wichtige Corona-News finden Sie hier im News-Ticker von FOCUS Online.

Top Corona-News am 7. Februar 2021

  • CSU-General geht auf Nachbarn los: "Österreich und Tschechien gefährden unsere Erfolge" (09.30 Uhr)
  • 492 weitere Corona-Todesfälle in Deutschland – deutlich weniger Neuinfektionen als in der Vorwoche (20.23 Uhr)

Corona-News im Überblick:

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CSU-General geht auf Nachbarn los: "Österreich und Tschechien gefährden unsere Erfolge"

09.30 Uhr: CSU-Generalsekretär Markus Blume hat Österreich und Tschechien hart für deren Lockerungs-Politik kritisiert. „Österreich und Tschechien gefährden mit ihrer unverantwortlichen Öffnungspolitik unsere Erfolge in Deutschland“, sagte Blume der "Bild am Sonntag". Sollte sich herausstellen, dass Tirol Verbreitungsgebiet der Corona-Mutante ist, müsse man handeln. „Die größte Gefahr geht nicht vom Friseur aus, sondern von der Grenze.“

Schon heute fordert Blume verstärkte Grenzkontrollen. „Wir müssen sicherstellen, dass eine besonders gefährliche dritte Welle mit dem mutierten Virus nicht wieder über unsere Grenzen nach Deutschland schwappt“, sagte er. „Deshalb brauchen wir mehr Kontrollen der Bundespolizei an allen Außengrenzen.“

Mit Blick auf die anstehende Ministerpräsidentenkonferenz am Mittwoch hat Blume gegenüber der "Bams" Lockerungen ausgeschlossen. „Wir müssen beim aktuellen Kurs von Vorsicht und Umsicht bleiben. Wir sind nicht über den Berg.“ Man müsse alles tun, um eine dritte Welle zu vermeiden. „Deshalb kann es keine überstürzten Öffnungen nach dem 14. Februar geben.“

Umfrage: 78 Prozent der Deutschen für Öffnung von Schulen und Kitas ab Mitte Februar

08.18 Uhr: Die Mehrheit der Menschen in Deutschland ist für eine Öffnung von Schulen, Geschäften und Restaurants ab Mitte Februar. Dies geht aus einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Kantar im Auftrag der "Bild am Sonntag" zu den aktuellen Corona-Beschränkungen hervor. 78 Prozent der Befragten sprachen sich demnach für eine Öffnung von Schulen und Kitas aus, 20 Prozent dagegen.

Für eine Öffnung des Einzelhandels waren 73 Prozent der Befragten (25 Prozent dagegen), für eine Öffnung von Hotels und Gaststätten 62 Prozent (34 Prozent dagegen). Eine knappe Mehrheit von 51 Prozent sprach sich zudem dafür aus, Sportstätten wieder zu öffnen (46 Prozent dagegen). Lediglich Kinos, Theater und Museen will demnach eine Mehrheit von 56 Prozent geschlossen halten, 41 Prozent sind auch hier für eine Öffnung. Für die Umfrage befragte Kantar am 4. Februar 506 Menschen am Telefon.

Auch in der Politik mehrten sich zuletzt die Stimmen für eine baldige Rückkehr der Kinder in Kitas und Schulen. Der derzeitige harte Lockdown ist vorerst bis zum 14. Februar befristet. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will am kommenden Mittwoch mit den Ministerpräsidentinnen und -präsidenten der Länder über das weitere Vorg

RKI-Zahlen am Sonntag: 8.616 Corona-Neuinfektionen und 231 neue Todesfälle

Sonntag, 07. Februar 2021, 05.44 Uhr: Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 8.616 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 231 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie aus Zahlen des RKI vom Sonntag hervorgeht. Vor genau einer Woche hatte das RKI 11 192 Neuinfektionen und 399 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Sonntagmorgen bei 75,6. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die meisten Bundesländer verzeichnen laut RKI weiterhin sinkende Sieben-Tages-Inzidenzen.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Samstagabend bei 0,95 (Vortag 0,93). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 95 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

492 weitere Corona-Todesfälle in Deutschland – deutlich weniger Neuinfektionen als in der Vorwoche

20.23 Uhr: Die deutschen Gesundheitsämter haben am Samstag 9633 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet, knapp 2000 weniger als am Freitag. Heute vor einer Woche lag die Zahl der Neuinfektionen bei rund 12.300 und damit um 2600 höher als am heutigen Samstag. 492 weitere Menschen starben an oder mit einer Covid-19-Erkrankung.

Sie finden hier die aktuell gemeldeten Zahlen der Gesundheitsministerien der Länder.

  • Baden-Württemberg 300.118 (+1117), 7400 Todesfälle (+19)
  • Bayern 411.620 (+1580), 11.092 Todesfälle (+76)
  • Berlin 122.447 (+222), 2466 Todesfälle (+13)
  • Brandenburg 70.641 (+424), 2618 Todesfälle (+83)
  • Bremen 16.499 (+59), 291 Todesfälle (+2)
  • Hamburg 47590 (+170), 1140 Todesfälle (+20)
  • Hessen 176.138 (+760), 5148 Todesfälle (+34)
  • Mecklenburg-Vorpommern 21.206 (+155), 544 Todesfälle (+2)
  • Niedersachsen 147.503 (+956), 3564 Todesfälle (+48)
  • Nordrhein-Westfalen 497.622 (+2190), 11.495 Todesfälle (+112)
  • Rheinland-Pfalz 95.414 (+187), 2725 Todesfälle (+7)
  • Saarland 26.858 (+183), 790 Todesfälle (+2)
  • Sachsen 184.283 (+532), 6753 Todesfälle (+25)
  • Sachsen-Anhalt 54.699 (+333), 1992 Todesfälle (+14)
  • Schleswig-Holstein 37.880 (+282), 1012 Todesfälle (+6)
  • Thüringen 68.211 (+483), 2350 Todesfälle (+29)

Gesamt (Stand 06.02.2021, 20.14 Uhr): 2.278.727 (+9633), 61.380 Todesfälle (+492)

Vortag (Stand 05.02.2021, 21.05 Uhr): 2.269.094 (+11.585), 60.888 Todesfälle (+773)

Quelle zu Infizierten- und Todeszahlen: Landesgesundheits- und Sozialministerien

Die Zahl der Genesenen liegt laut Robert-Koch-Institut in Deutschland bei ca. 2.020.900 (+12.700). Die Zahl der aktiven Fälle liegt somit bei etwa 196.447 (-3559)

Aktuell vom RKI gemeldete Reproduktionszahl (4-Tage-R-Wert): 0,97 (Vortag: 0,88)

Zahl der Intensivbetten laut DIVI-Intensivregister, die von Covid-19-Patienten belegt werden: 3965 (Vergleich zum Vortag: -107)

Zahl der aktuell invasiv beatmeten Covid-19-Patienten: 2222 (Vergleich zum Vortag: -44)

Den R-Wert gab das RKI am Samstag mit 0,97 an. Das bedeutet, dass 100 Infizierte 97 weitere anstecken. Am Vortag hatte der Wert bei 0,88 gelegen.

Insgesamt gab es 2.278.727 bestätigte Corona-Fälle in Deutschland. 61.380 Todesfälle sind zu beklagen. Die Zahl der aktiven Fälle ist auf unter 200.000 gesunken. Noch 196.447 Menschen sind akut infiziert – das sind 3559 weniger als am Vortag.

Auch die Zahl der Intensivpatienten sinkt weiter. 3095 Menschen werden intensivmedizinisch behandelt, das sind 107 weniger als am Freitag. 2222 von ihnen müssen invasiv beatmet werden.

Rumänien will Corona-Impfstoff produzieren

18.31 Uhr: Rumänien will mindestens einen der in der EU zugelassenen Impfstoffe gegen das Coronavirus selbst produzieren. Das sagte Ministerpräsident Florin Citu am Samstag, wie die rumänische Nachrichtenagentur Mediafax berichtete. Die EU-Kommission habe gefragt, ob Rumänien dafür grundsätzlich Kapazitäten habe und man habe "ja" gesagt. Nun gehe es darum, weitere Formalitäten zu erfüllen, sagte Citu weiter. Russische oder chinesische Vakzine lehne man ab. Als Produktionsstätte komme das Bukarester Forschungsinstitut "Cantacuzino" in Frage, das der Armee untersteht. Zum Zeitrahmen dieses Projekts sowie zur Art des Impfstoffs sagte Citu zunächst nichts.

Dänemark verschärft Einreiseregeln – Corona-Test nach Ankunft

17.10 Uhr: Reisende, die über den Landweg oder Häfen nach Dänemark einreisen, müssen sich ab Sonntag binnen 24 Stunden nach Ankunft einem Corona-Test unterziehen. Nach dem Test wird eine zehntägige häusliche Quarantäne verlangt, wie die dänische Regierung am Samstag bekanntgab.

Von Ausländern, die in Dänemark nicht gemeldet sind, kann zudem verlangt werden, bereits bei der Einreise einen negativen Corona-Test vorzuweisen. Flugreisende dürfen seit Januar nur mit einem negativen Corona-Test, der nicht älter als 24 Stunden sein darf, einreisen. dpa/Carsten Rehder/dpa Wegen steigender Corona-Fallzahlen in Deutschland schottet Dänemark sich ab.

Personen die die Regeln nicht einhalten, droht eine Geldbuße von umgerechnet 470 Euro. Die Maßnahmen wurden mit dem Auftreten von neuen, wohl ansteckenderen Varianten des Coronavirus vor allem im Großbritannien begründet. Ausnahmen gelten für Menschen, die wichtige Güter transportieren, in Grenzgegenden in Norddeutschland oder Südschweden leben, sowie für Berufspendler.

Am Samstag traten auch neue Einreiseregeln im benachbarten Schweden in Kraft: Erwachsene Ausländer müssen an der Grenze einen negativen Corona-Test vorweisen, der nicht älter als 48 Stunden sein darf. Die Maßnahme gilt vorläufig bis zum 31. März und betrifft Menschen über 18 Jahre.

Länder erhalten erste Lieferungen des Astrazeneca-Impfstoffs

16.04 Uhr: Mehrere Bundesländer haben am Samstag die ersten Lieferungen des Corona-Impfstoffs des britisch-schwedischen Herstellers Astrazeneca erhalten. So bekam Hessen 26 400 Impfstoff-Dosen, in Thüringen sind 9600 Dosen eingetroffen. Nach Berlin kamen 14.400 Dosen. Nordrhein-Westfalen durfte 74.400 Corona-Impfdosen von Astrazeneca in Empfang nehmen. Geimpft werden soll mit dem neuen Impfstoff ab kommender Woche. dpa/Andrew Matthews/PA Wire/dpabild Ampullen mit dem Corona-Impfstoff von AstraZeneca stehen in einem Kühlschrank.

Insgesamt sollen 345.600 Impfdosen des britisch-schwedischen Herstellers am Samstag an die Länder ausgeliefert werden, wie aus Zahlen des Bundesgesundheitsministeriums hervorgeht. In der nächsten Woche ist die Auslieferung von 391.200 Impfdosen vorgesehen, eine Woche später knapp über eine Million und nochmal eine Woche später knapp 1,5 Millionen. Insgesamt will Astrazeneca nach eigenen Angaben bis Anfang März rund 3,2 Millionen Impfdosen liefern.

Nach den Präparaten von Biontech/Pfizer und Moderna ist der Astrazeneca-Impfstoff der dritte, der in Deutschland verfügbar ist. Die Ständige Impfkommission hat das Vakzin nur für unter 65-Jährige empfohlen. Das führt dazu, dass es zunächst vor allem Pflegekräften, medizinischem Krankenhauspersonal und Mitarbeitern in Impfzentren verabreicht werden soll.

Montgomery warnt vor bundesweiten Lockerungen

14.36 Uhr: Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, hat sich vor den Bund-Länder-Beratungen am Mittwoch gegen bundesweite Lockerungen ausgesprochen. "Ich warne davor, gleich auf Bundesebene eine Öffnung oder Lockerung ins Auge zu fassen", sagte Montgomery der "Passauer Neuen Presse" (Online/Samstag). "Klug wäre es, gemäß einem hoffentlich inzwischen vorliegenden Plan lokal und regional ab Unterschreiten der magischen Inzidenzgrenze von 50 Lockerungen vorzunehmen. Das hieße, dass man sich in einer Stadt oder einem Landkreis, in dem die Inzidenz schon bei 25 liegt, freier bewegen können sollte als in anderen mit höchsten Infektionsraten." dpa/Guido Kirchner/dpabild Frank Ulrich Montgomery bei einer Veranstaltung.

Aus Sicht von Montgomery wäre es rein medizinisch am klügsten, zu warten, bis die Sieben-Tages-Inzidenzen überall bei unter 10 lägen. Diesen Wert hatte zuletzt auch die Virologin Melanie Brinkmann als sinnvoll bezeichnet. Montgomery warf aber ein: «Das ist nicht realistisch in einem föderalen Staat, und das würde eine coronamüde Bevölkerung nicht hinnehmen. Deswegen darf man die Geduld der Menschen nicht überstrapazieren, muss ihnen aber auch sagen, welches Risiko sie eingehen.»

Biontech: Mehr Geld würde bei Ausbau der Impfstoffherstellung helfen

12.45 Uhr: Dem Mainzer Hersteller Biontech würde nach eigenen Angaben mehr staatliches Geld nützen, um die Produktionskapazitäten für den Corona-Impfstoff auszubauen. "Im vergangenen Jahr hätte uns mehr Geld nicht geholfen, weil wir den Produktionsprozess im großen Maßstab erst sicher aufstellen mussten", sagte Finanzvorstand Sierk Poetting dem "Spiegel". "Jetzt aber würde Geld helfen. Erst recht, wenn wir für nächstes Jahr eine Kapazität von drei Milliarden Dosen antizipieren sollen, wie es diese Woche bereits angefragt wurde."

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Biontech hat auf dem Impfgipfel einen möglichen Finanzbedarf von bis zu 400 Millionen Euro für die Reservierung von Kapazitäten und Rohstoffen bis in das nächste Jahr hinein dargelegt. Wir sind im Austausch mit dem Unternehmen, um dies weiter zu konkretisieren." Darüber spreche man auch mit anderen Herstellern von Impfstoff. "Wir wollen für den Fall problematischer Mutationen oder notwendiger Auffrisch-Impfungen auch für 2022 ausreichend Kapazität für Deutschland, Europa und die Welt sichern." dpa/Tobias Hase/dpa/Symbolbild Ein Fläschchen mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer wird gezeigt.

Ein Regierungssprecher sagte der dpa: "Wir werden alles Notwendige zur Unterstützung tun." Finanzminister Olaf Scholz (SPD) äußerte sich im Gespräch mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Samstag) ähnlich: "Am Geld wird die schnellere Beschaffung von Impfstoff jedenfalls nicht scheitern."

Poetting geht davon aus, dass der Bedarf an Impfstoff weiter steigen wird.

China erteilt zweitem Corona-Impfstoff bedingte Marktzulassung

11.07 Uhr: China hat einen weiteren im Land entwickelten Impfstoff gegen das Coronavirus zugelassen. Dem zweiten Impfstoff des Pharmakonzerns Sinovac sei eine "bedingte" Marktzulassung erteilt worden, erklärte das Unternehmen am Samstag. Diese erfolge nach Studien in China sowie auch in anderen Ländern wie Brasilien und der Türkei.

Die Zulassung für das Vakzin mit Namen CoronaVac wurde erteilt, obwohl "die Ergebnisse in Bezug auf Wirksamkeit und Sicherheit noch bestätigt werden müssen", erklärte Sinovac. Das Unternehmen hat bereits einen anderen Impfstoff auf den Markt gebracht, der mit einer bedingten Zulassung seit Ende Dezember verimpft wird. Zudem wird dieser bereits unter anderem in der Türkei eingesetzt. 

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