Das plant die CDU für die Apotheken

Das plant die CDU für die Apotheken

Noch etwa einen Monat bis zur Bundestagswahl. Wir haben uns die gesundheitspolitische Agenda der im Bundestag vertretenen Parteien angesehen und mit Politiker:innen der jeweiligen Fraktionen über die für die Apothekerschaft relevanten Themen gesprochen – von der CDU-Fraktion mit Michael Hennrich und Karin Maag – auch wenn letztere in der kommenden Legislaturperiode  nicht mehr Bundestag sitzen wird, weil sie zum G-BA gewechselt ist. Für unsere Leser:innen haben wir die wichtigsten Punkte der Agenda zusammengefasst.

Im Wahlprogramm der CDU kommen die Apotheken nur am Rande vor: Es wird lediglich die Absicht formuliert, dass alle Bürger einen digitalen, wohnortnahen und möglichst barrierefreien Weg unter anderem zu Apotheken haben sollten. Ansonsten geht es vor allem um die Arzneimittel- und Medizinprodukteproduktion. Im Jahr 2017 schrieb man sich noch konkret das Rx-Versandverbot ins Programm. 2021 hingegen sieht man seitens der Union keine offenen Baustellen und somit keinen Handlungsbedarf. Und wenn es doch Handlungsbedarf geben sollte, reagiere man, erklärte CDU-Arzneimittelexperte Michael Hennrich im DAZ-Interview. Als Beispiel führt er das Digitale-Versorgung-und-Pflege-Modernisierungsgesetz (DVPMG) an, mit dem die Große Koalition unter anderem ein gesetzlich verankertes Makel- und Zuweisungsverbot für den E-Rezept-Token auf den Weg gebracht hat. „Die Problematik um den E-Rezept-Token ist das beste Beispiel, dass wir etwas tun, wenn gezeigt wird, dass Handlungsbedarf herrscht“, so Hennrich. „Wir sind permanent gefordert, den Markt zu beobachten, ob die gleichlangen Spieße zwischen Vor-Ort-Apotheken und Versendern tatsächlich eingehalten werden.“

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Rückendeckung seitens Union bezüglich einer Erhöhung des Packungshonorars abseits der neuen, vergüteten Dienstleistungen darf die Apothekerschaft aber nicht erwarten. Der Grund: Die dramatische Finanzlage bei den Kassen. Karin Maag, seit kurzem unparteiisches Mitglied des G-BA, kann sich nicht vorstellen, dass da beim Thema Honorare der Leistungserbringer ganz viel Luft ist. Doch die Situation sei keine Gefahr für die neuen Dienstleistungen an sich. „Dafür war das Thema zu groß und bedeutend“, so Maag. Auch für Hennrich ist und war die reine Erhöhung des Fixums nie das beste Instrument, allerdings versucht er den Leistungserbringern trotz der angespannten Finanzlage eine Perspektive zu verschaffen: „Unser Ziel muss sein, dass wir die hohe Motivationslage, die wir in vielen Gesundheitsberufen haben, auch halten.“ Apotheken, die innovativ seien und sich engagierten, sollten dies spüren. „Dort, wo gute Versorgung stattfindet, soll auch angemessen vergütet werden“, erklärt der CDU-Politiker.

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