Hautkrebs kann auch im Auge entstehen – Naturheilkunde & Naturheilverfahren Fachportal

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Melanome im Auge – was sind die Anzeichen?

Maligne Melanome, bekannt als schwarzer Hautkrebs, entwickeln sich aus den Zellen, die Melanin produzieren und diese finden sich auch in unseren Augen. Entsprechende Augenmelanome können lange Zeit symptomfrei verlaufen und sind von außen meist nicht zu erkennen.

Hätten Sie gewusst, dass Melanome auch im Auge auftreten können? In einem aktuellen Beitrag informiert die Mayo Clinic (USA) über Augenmelanom, deren Risikofaktoren, Symptome, Folgen und die möglichen Behandlungsansätze.

Augenmelanome meist nicht sichtbar

Zwar machen Melanome nur etwa ein Prozent aller Hautkrebsarten aus, aber sie verursachen die große Mehrheit der Hautkrebstodesfälle, berichtet die Mayo Clinic. Da auch die Augen melaninproduzierende Zellen haben, können sich dort ebenfalls Melanome entwickeln. Meist entstehe ein solches Augenmelanom in dem Teil des Auges, den man beim Blick in den Spiegel nicht sehen kann. Darüber hinaus verursache das Augenmelanom in der Regel keine frühen Anzeichen oder Symptome, so dass es oftmals lange unerkannt bleibt.

Mögliche Hinweise auf ein Augenmelanom

Obwohl meist keine Beschwerden im Anfangsstadium eines Augenmelanoms auftreten, gibt es laut Angaben der Mayo Clinic durchaus Symptome, die auf die Erkrankung hinweisen können. Hierzu zählen insbesondere:

  • Lichtblitze oder Staubflecken beim Sehen,
  • wachsender dunkler Fleck auf der Iris,
  • Veränderung der Pupillenform,
  • schlechte oder verschwommene Sicht auf einem Auge,
  • Verlust des peripheren Sehens.

Sollten entsprechende Beschwerden bei Ihnen auftreten, ist dringend eine ärztlich Überprüfung geboten. „Plötzliche Veränderungen Ihrer Sehkraft signalisieren einen Notfall, suchen Sie also in solchen Situationen sofortige Hilfe auf“, ergänzt die Mayo Clinic.

Am häufigsten entwickelt sich ein Augenmelanom in den Zellen der mittleren Schicht des Auges, der Uvea, bestehend aus:

  • Iris – farbiger Bereich im vorderen Teil des Auges,
  • Aderhaut – Schicht der Blutgefäße und des Bindegewebes zwischen der Sklera und der Netzhaut auf der Rückseite der Uvea,
  • Ziliarkörper – vorne in der Uvea, umgibt ringförmig die Linse, sondert durchsichtige Flüssigkeit (Kammerwasser) in das Auge ab.

Alle drei Bereiche der Uvea können von einem Melamon betroffen sein. Zudem kann ein Augenmelanom in sehr seltenen Fälle auch an der Bindehaut, in der Augenhöhle und am Augenlid auftreten, berichtet die Mayo Clinic.

Welche Behandlungsmöglichkeiten bestehen?

Die Behandlungsmöglichkeiten hängen laut Angaben der Klinik von der Lage und Größe des Augenmelanoms, aber zum Beispiel auch von dem allgemeinen Gesundheitszustand der Betroffenen ab. Möglich seien eine Bestrahlung, Lasertherapie und die chirurgische Entfernung eines Teils oder des gesamten betroffenen Auges. Zwar werde bei der Behandlung kleiner Augenmelanome das Sehvermögen mitunter nicht beeinträchtigt, doch die Behandlung großer Augenmelanome verursache in der Regel einen gewissen Sehverlust.

Risikofaktoren für Augenmelanome

Obwohl die konkreten Ursachen der Augenmelanome bislang unklar bleiben, sind einige Risikofaktoren bekannt wie

  • eine helle Augenfarbe,
  • helle Hauttypen,
  • bestimmte erbliche Hautkrankheiten (dysplastisches Naevussyndrom),
  • abnormale Hautpigmentierung, die die Augenlider und das angrenzende Gewebe betrifft (bekannt als okuläre Melanozytose),
  • Exposition gegenüber ultraviolettem (UV) Licht,
  • bestimmte genetische Mutationen.

Neben einem Verlust der Sehkraft, droht laut Angaben der Mayo Clinic schlimmstenfalls auch die Metastasierung des Augenmelanoms, was lebensbedrohliche Folgen haben kann. Daher sollten mögliche Hinweise auf diese spezielle Krebsform äußerst ernst genommen und frühzeitig einer medizinischen Behandlung zugeführt werden. (fp)

Autoren- und Quelleninformationen

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