Kekulé warnt vor norditalienischen Verhältnissen zu Weihnachten – Schweizer Ski-Wut gegen Merkel und Söder

Kekulé warnt vor norditalienischen Verhältnissen zu Weihnachten – Schweizer Ski-Wut gegen Merkel und Söder

Die Coronavirus-Pandemie hält Deutschland weiterhin fest im Griff: Die Bundesländer verlängern ihren Teil-Lockdown. Alles Wichtige zur Corona-Pandemie finden Sie hier im News-Ticker von FOCUS Online.

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  • Die aktuellen Zahlen nach Bundesländern

Topmeldungen zur Corona-Pandemie in Deutschland und der Welt

  • 12.433 Neuinfektionen in Deutschland – knapp 800 Fälle weniger als vor sieben Tagen (20.55 Uhr)
  • Virologe Kekulé warnt vor norditalienischen Verhältnissen zu Weihnachten (18.00 Uhr)
  • Auch Laschet will Skifahren in NRW über Weihnachten verbieten (16.41 Uhr)
  • Schweizer Ski-Wut gegen Merkel und Söder (14.54 Uhr)

7-Tage-Inzidenz von 579,5: Passau neuer deutscher Corona-Hotspot

07.45 Uhr: Die kreisfreie Stadt Passau verzeichnet laut aktuellen Daten des Robert-Koch-Instituts (Stand: 30. November, 0 Uhr) deutschlandweit die höchste Neuinfektionsrate pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Konkret liegt der Wert in der bayerischen Großstadt bei 579,5. Damit überholt Passau den thüringischen Landkreis Hildburghausen knapp, wo die 7-Tage-Inzidenz bei 579,1 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner liegt.

Thanksgiving: US-Virologe Fauci warnt vor Explosion der Corona-Fallzahlen

07.36 Uhr: Der renommierte US-Virologe Anthony Fauci hat vor einem drastischen Anstieg der Corona-Infektionszahlen nach Thanksgiving gewarnt. Wegen der regen Reiseaktivitäten rund um den wichtigsten US-Feiertag werde sich die Verbreitung des neuartigen Coronavirus höchstwahrscheinlich nochmals beschleunigen, sagte Fauci am Sonntag dem Sender CNN. In zwei oder drei Wochen sei mit einem sprunghaften Anstieg der Infektionsfälle zu rechnen. "Wir wollen die Menschen nicht verängstigen, aber das ist die Realität", sagte Fauci. dpa/Kevin Dietsch/Pool UPI/AP/dpa Immunologe Anthony Fauci.

Die US-Gesundheitsbehörde CDC hatte vor Thanksgiving dringend von den sonst üblichen Reisen quer durch die USA zu Familienangehörigen abgeraten, doch ließen sich Millionen US-Bürger davon nicht abhalten. Die USA sind das am schwersten von der Pandemie betroffene Land weltweit. Insgesamt verzeichneten die Vereinigten Staaten bereits mehr als 13 Millionen Corona-Fälle. Mehr als 266.000 Infizierte starben.

Schutzmasken und Beatmungsgeräte: Bund plant Nationale Gesundheitsreserve an 19 Standorten

Montag, 30. November, 07.30 Uhr: Als Konsequenz aus der Corona-Krise will der Bund an 19 Standorten in Deutschland eine Nationale Gesundheitsreserve mit wichtigem Material wie Schutzmasken aufbauen. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Diese Pandemie lehrt uns, dass wir mehr vorsorgen müssen." Mit den Plänen soll sich am Montag das Corona-Kabinett befassen. Demnach soll die Reserve bis Ende 2021 vor allem mit schon beschafften Masken gefüllt werden, dann mit Material aus inländischer Produktion. Ständig vorgehalten werden soll der Bedarf des Gesundheitswesens und des Bundes für einen Monat. dpa/Matthias Balk/dpa/Symbolbild Eine Maske liegt auf Unterrichtsunterlagen.

Die Reserve solle im Kern aus Schutzausrüstung, Schutzmasken, Beatmungsgeräten und Medikamenten bestehen, erläuterte Spahn. "So unterstützen wir im Notfall besonders diejenigen, die in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und Arztpraxen arbeiten. Am Material soll gute Gesundheitsversorgung nicht scheitern." Die Bundesregierung hatte Anfang Juni grundsätzlich den Aufbau einer "Nationalen Reserve Gesundheitsschutz" beschlossen und beteiligte Ministerien mit einem Konzept beauftragt. Hintergrund ist auch, dass zu Beginn der Corona-Krise im Frühjahr Schutzmasken und anderes Material knapp waren. Der Bund stieg daraufhin in die Beschaffung ein und beschloss Anreize für inländische Hersteller. Eigene Reserven sollen in erster Linie auch weiterhin medizinische Einrichtungen und die Länder vorhalten, ehe auf Bundesbestände zugegriffen werden soll.

Die Nationale Reserve soll grundsätzlich dezentral verfügbar sein, wie es in einer Vorlage heißt. Für die erste Phase sind demnach derzeit von Seiten des Bundes über Logistikunternehmen 16 regionale Standorte vorgesehen: Apfelstädt, Augsburg, Bergkamen, Biblis, Crailsheim, Dortmund, Emmerich, Euskirchen, Halle, Hamburg, Ibbenbüren, Kabelsketal, Krefeld, Langenhagen, Neuss, Unna. Dazu kommen vom Bund gemietete Lagerflächen für Handdesinfektionsmittel in Neustadt, Muggensturm und Krefeld. Die Bundesreserve soll kompatibel zu Länderreserven sein, beraten werden soll auch über Kooperationen.

Konkret soll die Reserve bestimmte Mengen beschaffen und bevorraten, sich aber etwa auch Belieferungsoptionen und Produktionskapazitäten sichern. Mit einer solchen Kombination soll der Bedarf für bis zu sechs Monate abgedeckt werden können – immer physisch verfügbar sein soll ein Mindestvorrat für einen Monat. Neben der Versorgung des Gesundheitssektors und des Bundes solle auch humanitäre Hilfe mit Schutzausstattung für die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und andere Staaten ermöglicht werden können, heißt es in der Vorlage.

12.433 Neuinfektionen in Deutschland – knapp 800 Fälle weniger als vor sieben Tagen

20.55 Uhr: Die Gesundheitsämter der Bundesländer haben in den vergangenen 24 Stunden 14.255 neue Corona-Fälle gemeldet, wie aus einer Berechnung von FOCUS Online hervorgeht. Das sind rund 1000 mehr als am vergangenen Sonntag.

Die Zahl der Todesfälle durch Covid-19 ist von Samstag auf Sonntag um 117 gestiegen – das sind 24 mehr als im selben Zeitraum vor einer Woche.

Der R-Wert stieg leicht von 0,94 auf 1,03. Die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen (+2) stieg an, während die Zahl der beatmeten Covid-Patienten leicht sank (-11).

Das Niveau der Infektionen bleibt weiterhin hoch: Insgesamt gibt es in Deutschland nun 1.046.382 Corona-Fälle.

Sie finden hier die aktuell gemeldeten Zahlen der Gesundheitsministerien der Länder.

  • Baden-Württemberg: 149.301 (+1425), 2714 Todesfälle (+13)
  • Bayern: 205.410 (+3040), 3785 Todesfälle (+21)
  • Berlin: 64.220 (+332), 553 Todesfälle (+3)
  • Brandenburg: 19.917 (+360), 366 Todesfälle (+4)
  • Bremen: 10.078 (+31), 121 Todesfälle (+2)
  • Hamburg: 24.710 (+104), 281 Todesfälle (+0)
  • Hessen: 86.279 (+1434), 1240 Todesfälle (+8)
  • Mecklenburg-Vorpommern: 5954 (+46), 61 Todesfälle (+0)
  • Niedersachsen: 71.034 (+943), 1148 Todesfälle (+8)
  • Nordrhein-Westfalen: 258.381 (+3276), 3418 Todesfälle (+38)
  • Rheinland-Pfalz: 43.590 (+580), 517 Todesfälle (+2)
  • Saarland: 12.914 (+87), 278 Todesfälle (+0)
  • Sachsen: 52.214, 846 Todesfälle * Das Gesundheitsamt meldete am Wochenende keine Zahlen
  • Sachsen-Anhalt: 12.379 (+165), 165 Todesfälle (+2)
  • Schleswig-Holstein: 14.138 (+71), 253 Todesfälle (+4)
  • Thüringen: 16.685 (+322), 346 Todesfälle (+1)

Gesamt (Stand 29.11., 20.55 Uhr): 1.046.382 (+12.433), 16.092 Todesfälle (+117)

Vortag (Stand 28.11., 20.46 Uhr): 1.033.949 (+15.736), 15.975 Todesfälle (+256)

Quelle zu Infizierten- und Todeszahlen: Landesgesundheits- und Sozialministerien.

Die Zahl der Genesenen liegt laut Robert-Koch-Institut in Deutschland bei rund 722.300 (+11.300)

Die Zahl der aktiven Fälle liegt damit bei: 307.990 (Vortag: 311.366)

Aktuell vom RKI gemeldete Reproduktionszahl (Stand: 29.11.): 1,03 (Vortag: 0,94)

Zahl der Intensivbetten laut DIVI-Intensivregister, die von Covid-19-Patienten belegt werden: 3898 (+2)

Zahl der aktuell invasiv beatmeten Covid-19-Patienten: 2297 (-11)

Berlin wieder unter selbstgesetztem Warnwert für Intensivbetten

20.24 Uhr: Die Berliner Corona-Ampel für Intensivbetten zeigt wieder Gelb. Nach den am Sonntag aktualisierten Werten sind nun 24,2 Prozent der Intensivbetten mit Covid-19-Patienten belegt. Die Ampel war am Mittag mit einem für Samstag nachgelieferten Wert von 25,3 Prozent erstmals auf die höchste Warnstufe gesprungen.

Bei den Fallzahlen der vergangenen sieben Tage pro 100.000 Einwohner zeigt das Ampelsystem schon länger Rot an. Dieser Inzidenz-Wert lag nun bei 202,0. Berlin hat inzwischen 64.220 bekannte Infektionsfälle, damit stieg die Zahl gegenüber dem Vortag um 332. Bei den Todesfällen kamen drei hinzu, es sind nun 553.

19.26 Uhr: Die traditionelle Weihnachtsbeleuchtung an der Grand Place in Brüssel hat so viele Menschen angezogen, dass die Stadt aus Sorge vor Corona-Infektionen die Polizei eingeschaltet hat. Am Montag solle beraten werden, wie die Zahl der Menschen auf dem Rathausplatz in der Innenstadt begrenzt werden könne, sagte eine Sprecherin von Bürgermeister Philippe Close der Nachrichtenagentur Belga.

Brüssel veranstaltet jedes Jahr im Advent ein Lichtspektakel, bei dem die historischen Fassaden am Platz großflächig angestrahlt werden. Schon am Samstagabend hatte Close beklagt, angesichts der Pandemie seien zu viele Menschen vor Ort. Die Polizei forderte die Bürger auf, nicht mehr zur Grand Place zu kommen.

Virologe Kekulé warnt vor norditalienischen Verhältnissen zu Weihnachten

18.00 Uhr: Der Virologe Alexander Kekulé blickt weiterhin wenig optimistisch auf die kommende besinnliche Zeit: „Wenn wir jetzt an Weihnachten die Infektionen über die Familie an die ältere Generation weitergeben, könnte das eine Katastrophe geben“, sagte der Professor der Universität Halle-Wittenberg der „Abendzeitung“ bereits am Donnerstag. Er sei deshalb für Schnelltests, die jedem zur Verfügung gestellt werden sollten. imago images/APress Virologe Alexander Kekulé

Jetzt legt Kekulé in den Zeitungen der Funke Mediengruppe am Sonntag nach: „Wir Deutschen haben an Weihnachten die Tradition, über Generationen hinweg mit der Familie zu feiern. Und deshalb sind wir jetzt in einem ähnlichen Risiko, das die Menschen in Norditalien im Frühjahr hatten.“ Die nördliche Region Italiens hatte im Frühjahr besonders stark unter der Corona-Pandemie gelitten – mit Horrorbildern von vielen Toten, die nicht mehr alle in Leichenhallen untergebracht werden konnten.

Wegen den traditionellen Familienfeiern zu den Festtagen fürchtet Kekulé hierzulande anschließend ein Infektionsgeschehen wie einst in Norditalien – weil eben der Kontakt zu Weihnachten auch in Deutschland eng ist. „Bei uns dagegen gibt es speziell an Weihnachten die ernstzunehmende besondere Gefahr, dass sich viele Menschen infizieren, die über 70 Jahre alt sind.“ Und gerade diese Gruppe ist mit einem Sterberisiko von fast zehn Prozent sehr gefährdet.

Ganz die Hoffnung aufgeben, möchte der Virologe aber nicht: „Ich denke, dass wir dieses Risiko steuern können. Und da kommt es tatsächlich auf jeden einzelnen an“, sagte er der Funke Mediengruppe.

Auch Laschet will Skifahren in NRW über Weihnachten verbieten

16.41 Uhr: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat es vorgemacht: Wer im Dezember als Tagestourist zum Skifahren oder Wandern nach Österreich reisen möchte, wird in der Corona-Zeit mit einer 10-tägigen Quarantäne bei der Wiedereinreise nach Deutschland belegt. Söders NRW-Kollege Armin Laschet will jetzt mit einer ähnlichen harten Linie nachziehen. dpa/Christophe Gateau/dpabild Skifahrer sitzen auf einem Sessellift im Skigebiet Winterberg.

Denn auch in Nordrhein-Westfalen gibt es beliebte Skigebiete, wie zum Beispiel in der Hochburg Winterberg. Das Skifahren dort will Laschet untersagen. „Wir appellieren an alle Länder, die Ski-Tourismus haben, ihn zumindest jetzt mal bis zum 10. Januar auszusetzen. Wir werden das auch hier für Nordrhein-Westfalen prüfen“, sagte Laschet am Sonntag dem Deutschlandfunk. Man werde mit den Liftbetreibern reden.

Bisher haben sich nur Italien und Frankreich bereit erklärt, die Skisaison über Weihnachten auszusetzen – Österreich blockt die Initiative der Deutschen bisher ab. Anders als in Bayern müssen Bürger aus Nordrhein-Westfalen übrigens nach einer Skitour in Österreich nicht in Quarantäne, weil das Oberverwaltungsgericht eine pauschale Quarantäne gerade erst gekippt hat, so Laschet in der „WAZ“. Deshalb werde man Ski-Tourismus in Österreich oder der Schweiz rechtlich „nicht verhindern können“. Laschet: „Es bleibt nur der Appell, dass man in diesem Jahr auf den Ski-Urlaub verzichtet.“

"In Berlin leben Sie vermutlich viel gefährlicher": Ski-Wut richtet sich jetzt gegen Merkel und Söder

14.54 Uhr: Geht es nach Bundeskanzlerin Angela Merkel, sollen Europas Skigebiete aufgrund der Corona-Pandemie diesen Winter geschlossen bleiben. "Wir werden uns in Europa um eine Abstimmung bemühen, ob wir alle Skigebiete schließen könnten", sagte Merkel vergangene Woche im Bundestag. "Es sieht leider nicht so aus, wenn man die österreichischen Verlautbarungen hört, dass uns das so einfach gelingen könnte, aber wir werden es noch einmal versuchen." In den Alpenregionen der Schweiz und Österreich sorgt der deutsche Vorstoß freilich für wenig Begeisterung, bringt der Skitourismus doch jeden Winter große Mengen zahlender Kundschaft ins Land – sogar die Kanzlerin selbst. dpa/Kay Nietfeld/dpa Bundeskanzlerin Angela Merkel liegt jetzt wieder vor Bayerns Ministerpräsident Markus Söder.

In den vergangenen Jahren verbrachte Merkel ihren Winterurlaub regelmäßig im Engadiner Bergort Pontresina. In der Schweizer Zeitung "Blick" äußert sich nun der Hotelier Thomas Walther, Besitzer der gleichnamigen Hotels in Ponteresina, über die Pläne der Kanzlerin.

"Frau Merkel muss keine Angst haben. Unsere Hygienekonzepte haben sich seit dem Sommer bestens bewährt. In Berlin leben Sie vermutlich viel gefährlicher", sagt Walther der Zeitung.  Der wirtschaftliche Schaden, der durch das Fernbleiben der Skitouristen entsteht, schätzt der Unternehmer als enorm ein. „Wir haben 20.000 Franken in Trennwände investiert, die erst in den nächsten Tagen geliefert werden. Gleichzeitig informieren sich deutsche Gäste nun wegen der Stornierung ihrer Buchungen. Es ist ein Irrsinn“, beklagt er. blick.ch So titelt der Schweizer „Blick“ zum Skiverbots-Vorschlag von Bundeskanzlerin Angela Merkel

Auch die renommierte "Neue Züricher Zeitung" kommentiert die Pläne Merkels kritisch. "Es gibt keinen Grund, Skifahren generell zu verbieten. Für diesen Sport spricht im Gegenteil, dass er draußen ausgeübt wird, wo das Risiko gering ist. Natürlich gehören zum Skitag auch heikle Aspekte wie das Anstehen und die Verpflegung. Doch dafür gibt es Lösungen wie Online-Ticket-Kauf, Maskenpflicht und allenfalls Alkoholverbote. Werden Schutzkonzepte eingehalten, gibt es keinen Grund, warum man mit dem Intercity fahren dürfen soll, nicht aber mit der Gondel auf den Berg"

Massive Kritik kommt auch aus Österreich – ganz besonders aus der beliebten Skiregion Tirol. Dort richtet sich der Ärger vor allem gegen Bayerns Ministerpräsident Markus Söder, der ähnlich wie Merkel, den Tagestourimus ins Nachbarland bis in den Januar unterbinden und die Skigebiete geschlossen halten will.

 "Wenn es die Infektionszahlen zulassen, werden wir uns das Skifahren auch von Bayern nicht nehmen lassen", sagte Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) laut der österreichischen Nachrichtenagentur APA am Freitag.

Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz betonte am Freitag noch einmal, das Land werde selbst entscheiden, ob es Skigebiete öffnet. "Wir treffen diese Entscheidungen verantwortungsbewusst", sagte Kurz bei einer Pressekonferenz. „Aber wir müssen sie selbst treffen, weil sie ja abhängen vom Infektionsgeschehen in unserem Land.“

Intensivbetten-Auslastung überschreitet kritische Marke – Zweite Berliner Corona-Ampel springt auf Rot

13.05 Uhr: Nach dem 7-Tage-Inzidenzwert (aktuell 200,9) stellt die Stadt Berlin eine zweite Corona-Ampel auf Rot. Denn: Die Auslastung der Intensivbetten hat erstmals die kritische Marke von 25 Prozent überschritten (25,3). Bereits gestern hatten vier Berliner Kliniken verkündet, dass ihre Intensivkapazitäten ausgeschöpft seien.

Als zweiter Landkreis in Deutschland: Inzidenzwert steigt über 500

12.32 Uhr: Als zweiter Landkreis in Deutschland übersteigt Passau die Marke von 500 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen. Laut dem Robert-Koch-Institut liegt der Wert derzeit bei 537,8. Nur der Landkreis Hildburghausen in Thüringen weist mit 579,1 derzeit einen höheren Wert bei den Neuinfektionen auf. Laut einer Mitteilung der Stadt wurden seit Freitag 107 Neuinfektionen verzeichnet.

Die Menschen in Passau halten sich unterdessen an die seit Samstag geltenden Ausgangsbeschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Laut Polizei sind in der Nacht zum Sonntag keine Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz festgestellt worden. dpa/Lino Mirgeler/dpa Nur wenige Menschen sind in der Fußgängerzone von Passau unterwegs.

Die Menschen in der niederbayerischen Stadt dürfen ihre Wohnung nur noch aus triftigem Grund verlassen, beispielsweise um zur Arbeit, zum Arzt oder zum Einkaufen zu gehen. Außerdem gilt ein Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen. Die Stadt verordnete Wechselunterricht für die Jahrgangsstufen 7 bis 11 – mit Ausnahme von Abschlussklassen an Mittel- und Realschulen.

Die Beschränkungen sollen zunächst für eine Woche gelten, jedoch frühestens bei einem Rückgang der Infektionszahlen auf eine Corona-Inzidenz von 300 wieder gelockert werden.

Corona-Regeln völlig egal: 7000 Menschen toben bei heimlicher Mega-Hochzeit

FOCUS Online/Wochit Corona-Regeln völlig egal: 7000 Menschen toben bei heimlicher Mega-Hochzeit

Nach Weihnachten: Großbritanniens Außenminister warnt vor dritter Corona-Welle

12.15 Uhr: Der britische Außenminister Dominic Raab warnt vor einer dritten Corona-Welle in seinem Land. Gegenüber der "BBC" sagte Raab, dass die Infektionszahlen nach Weihnachten erneut ansteigen könnten, wenn die Maßnahmen zu sehr gelockert werden würden. dpa/Stefan Rousseau/PA Wire/dpa Der britische Außenminister Dominic Raab verurteilte die angeblichen Cyber-Attacken.

„Es besteht diese Gefahr, wenn wir nicht die richtige Balance finden", sagte der Außenminister auf die Frage nach einer dritten Welle im Januar und Februar. Derzeit sinken die Infektionszahlen in Großbritannien, befinden sich jedoch nach wie vor auf einem hohen Niveau. Gestern meldete das Königreich über 15.000 Neuinfektionen.

14.255 Neuinfektionen in Deutschland – Zahlen steigen gegenüber Vorwoche

20.49 Uhr: Die Gesundheitsämter der Bundesländer haben in den vergangenen 24 Stunden 15.736 neue Corona-Fälle gemeldet, wie aus einer Berechnung von FOCUS Online hervorgeht. Das sind rund 2000 mehr als am vergangenen Samstag. Allerdings konnte Berlin wegen technischer Probleme am Samstag keine neuen Zahlen melden (Stand 21.00 Uhr). Auch ohne Berücksichtigung der Hauptstadt liegt die Zahl der Neuinfektionen noch immer um rund 1000 höher als vor einer Woche.

Die Zahl der Todesfälle durch Covid-19 ist von Freitag auf Samstag um 256 gestiegen – das sind 70 mehr als im selben Zeitraum vor einer Woche.

Der R-Wert stieg leicht von 0,82 auf 0,94. Die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen (+26) steigt an, während die Zahl der beatmeten Covid-Patienten leicht sinkt (-4).

Das Niveau der Infektionen bleibt weiterhin hoch: Insgesamt gibt es in Deutschland nun 1.033.949 Corona-Fälle.

Sie finden hier die aktuell gemeldeten Zahlen der Gesundheitsministerien der Länder.

  • Baden-Württemberg: 147.876 (+2269), 2701 Todesfälle (+31)
  • Bayern: 202.370 (+3938), 3764 Todesfälle (+62)
  • Berlin: 63.064 (+1400), 539 Todesfälle (+12) – Technische Problem, keine neuen Zahlen –
  • Brandenburg: 19.557 (+612), 362 Todesfälle (+16)
  • Bremen: 10.047 (+171), 119 Todesfälle (+1)
  • Hamburg: 24.606 (+300), 281 Todesfälle (+0)
  • Hessen: 84.845 (+1594), 1232 Todesfälle (+33)
  • Mecklenburg-Vorpommern: 5908 (+88), 61 Todesfälle (+0)
  • Niedersachsen: 70.092 (+859), 1140 Todesfälle (+19)
  • Nordrhein-Westfalen: 255.105 (+4231), 3380 Todesfälle (+74)
  • Rheinland-Pfalz: 43.010 (+365), 515 Todesfälle (+7)
  • Saarland: 12.827 (+278), 278 Todesfälle (+1)
  • Sachsen: 52.214, 846 Todesfälle – Das Gesundheitsamt meldet samstags keine Zahlen –
  • Sachsen-Anhalt: 11.998 (+272), 163 Todesfälle (+3)
  • Schleswig-Holstein: 14.067 (+219), 249 Todesfälle (+4)
  • Thüringen: 16.363 (+541), 345 Todesfälle (+5)

Gesamt (Stand 28.11., 20.46 Uhr): 1.033.949 (+15.736), 15.975 Todesfälle (+256)

Vortag (Stand 27.11., 20.00 Uhr): 1.018.213 (+22.695), 15.719 Todesfälle (+369)

Quelle zu Infizierten- und Todeszahlen: Landesgesundheits- und Sozialministerien.

Die Zahl der Genesenen liegt laut Robert-Koch-Institut in Deutschland bei rund 711.000 (+14.900)

Die Zahl der aktiven Fälle liegt damit bei: 306.974 (Vortag: 304.419)

Aktuell vom RKI gemeldete Reproduktionszahl (Stand: 28.11.): 0,94 (Vortag: 0,82)

Zahl der Intensivbetten laut DIVI-Intensivregister, die von Covid-19-Patienten belegt werden: 3896 (+26)

Zahl der aktuell invasiv beatmeten Covid-19-Patienten: 2308 (-4)

Hotels in Mecklenburg-Vorpommern dürfen über Weihnachten Familienbesucher beherbergen

20.26 Uhr: Hotels und Pensionen in Mecklenburg-Vorpommern dürfen vom 23. Dezember bis 1. Januar für Gäste öffnen, die ihre Familie besuchen. Drei Übernachtungen seien erlaubt, teilte Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) nach einem Treffen der Landesregierung mit Vertretern von Wirtschaft, Kommunen und Verbänden mit.

Kosmetiksalons dürfen in Mecklenburg-Vorpommern möglicherweise vom 5. Dezember an wieder öffnen, wenn die Corona-Infektionszahlen am Tag davor erkennbar nach unten weisen. Am nächsten Freitag würden die Zahlen angeschaut und überlegt, ob für diesen Bereich zum zweiten Adventswochenende gelockert werden könne, sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) am Samstag nach einem Treffen der Landesregierung mit Vertretern von Wirtschaft, Gewerkschaften, Kommunen und Verbänden.

Corona in Deutschland: Landkreis Görlitz verhängt ab Dezember schärfe Maßnahmen

19.41 Uhr: Der Landkreis Görlitz verschärft ab Dienstag (01.12.) die Maßnahmen gegen die Ausbreitung der Corona-Pandemie. Eine entsprechende Allgemeinverfügung sei in Vorbereitung, teilte das Landratsamt am Samstag mit. Der Wert der Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner pro Woche lag am Samstag bei 400,8. Seit Anfang November wird demnach der Schwellenwerte von 200 dauerhaft überschritten.

Dazu zählt eine Ausgangsbeschränkung. Demnach darf die Wohnung nur noch mit einem triftiger Grund verlassen werden: zur Arbeit, zum Einkauf, zur Schule und zur Kita. Zudem gilt ein Alkoholverbot im öffentlichen Raum, eine weitgehende Maskenpflicht im öffentlichen Raum sowie die grundsätzliche Beschränkung von Versammlungen auf maximal 200 Teilnehmer. dpa/Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa-tmn Görlitz ist zwar die östlichste Zipfelstadt – aber nicht der östlichste Zipfel des Landes selbst.

In Sachsen lagen am Freitag nach Angaben des Sozialministeriums bis auf die Landkreise Leipzig, Meißen und die Stadt Leipzig alle Landkreise und kreisfreien Städte über dem Inzidenzwert von 200. Die Landesregierung hatte am Freitag beschlossen, dass wenn dieser Wert fünf Tage lang überschritten ist, schärfere Maßnahmen gelten sollen. Der Präsident des Landkreistages und Landrat des Erzgebirgskreis, Frank Vogel hatte auf einheitliche Regelungen gedrungen, weil es viele Berufs- und Schulpendler über die Landkreisgrenzen hinweg gebe.

  
 


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