Magen- und Darmprobleme: So die Verdauung verbessern – Naturheilkunde & Naturheilverfahren Fachportal

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Tipps gegen Verdauungsprobleme

Bauchschmerzen, Sodbrennen, Verstopfung: Mit zunehmendem Alter nehmen meist auch Verdauungsprobleme zu. Doch es gibt Mittel und Wege, dieses Risiko zu mindern. Oft reichen einfache Änderungen des Lebensstils aus, um Magen- und Darmproblemen vorzubeugen.

„Viele ältere Erwachsene sind auf ihre Magen-Darm-Probleme fixiert“, sagt der Gastroenterologe Maged Rizk. „Der Magen-Darm-Trakt altert mit dem Rest von uns. Ich sage den Patienten, dass sie sich nicht zu sehr darüber aufregen sollen“, so der Mediziner, der in einem Beitrag der renommierten Cleveland Clinc (USA) erklärt, wie Verdauungsproblemen vorgebeugt werden kann.

Gründe für Verdauungsprobleme

Wichtig zu wissen, ist, wodurch es zu Verdauungsproblemen kommt und welche Symptome dadurch verursacht werden. Maged Rizk benennt die Hauptschuldigen:

  • Die Einnahme diverser Medikamente – Diese können eine Vielzahl von Magen-Darm-Problemen verursachen, darunter Verstopfung, Durchfall, Bauchschmerzen, Übelkeit und blutende Geschwüre.
  • Inaktivität und Dehydration – Diese Probleme treten mit zunehmendem Alter häufiger auf und können Verstopfung verschlimmern.
  • Ein geschwächter Schließmuskel, Bewegungsmangel und chronische Verstopfung – All dies kann zu vergrößerten Hämorrhoiden beitragen. „Hämorrhoidalleiden“ sind bei älteren Erwachsenen häufig.

Veränderte Essgewohnheiten

Eine Rolle können auch Essgewohnheiten spielen, die sich bei vielen Menschen im Alter verändern. So haben manche Seniorinnen und Senioren möglicherweise nicht mehr das Interesse oder die Energie, eine ausgewogene, ballaststoffreiche Mahlzeit zuzubereiten oder frisches Obst und Gemüse zu schneiden, insbesondere wenn sie die Mahlzeiten alleine zu sich nehmen. Das Essen ist möglicherweise nicht mehr so angenehm und lecker wie früher.

„Wenn wir Säuglinge sind, haben wir die meisten Geschmacksknospen, und ihre Anzahl nimmt mit zunehmendem Alter allmählich ab“, erklärt Dr. Rizk.

Eine unausgewogene Ernährung kann zu Eisen-, B12- und anderen Vitaminmängeln führen, die wiederum Verdauungsprobleme zur Folge haben können.






Fünf Schritte zur Verbesserung der Verdauung

Das Altern kann also Verdauungsprobleme hervorrufen, aber Dr. Rizk schlägt fünf Schritte vor, die dabei helfen können, um diesen Herausforderungen entgegenzuwirken.

Ernähren Sie sich gesund

  • Nehmen Sie bei den Mahlzeiten Ballaststoffe zu sich, indem Sie rohes Gemüse, Obst und Vollkornprodukte hinzufügen.
  • Den Salzverbrauch reduzieren.
  • Vermeiden Sie weiße Lebensmittel wie Brot, Reis und Kartoffeln.
  • Trinken Sie den ganzen Tag über Wasser oder andere nicht koffeinhaltige, alkoholfreie Getränke, so dass Ihr Urin fast klar ist.
  • Essen Sie eine Vielzahl von Proteinen wie Bohnen, Fisch und mageres Fleisch.

Vermeiden Sie Lebensmittel, die Sodbrennen auslösen
Für einige Menschen verursachen Milchprodukte die schlimmsten Magenprobleme. Für andere können es Gluten sein. Versuchen Sie eine Eliminationsdiät, wenn Sie sich nicht sicher sind, welche Lebensmittel Probleme bei Ihnen verursachen. Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt darüber, ob Sie möglicherweise auf Lebensmittelallergien und Nahrungsmittelempfindlichkeiten getestet werden sollten.

Bedenken Sie die Einnahme von Probiotika
Probiotische Nahrungsergänzungsmittel, die hilfreiche „gute“ Bakterien enthalten, können manchmal Menschen mit chronischer Verstopfung helfen. Nehmen Sie diese jedoch nicht gegen Durchfall ein, es sei denn, es handelt sich um bestimmte Arten von Infektionen. Probiotika finden sich auch in bestimmten Joghurts, frischem Sauerkraut, Kombucha und Tempeh.

Überprüfen Sie Ihre Medikamente
Rezeptfreie und verschreibungspflichtige Medikamente können Verdauungsprobleme verursachen. Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt über mögliche Nebenwirkungen und fragen Sie nach einer Alternative, wenn ein Arzneimittel Übelkeit, Durchfall, Verstopfung oder andere Probleme verursacht.

Bleiben Sie aktiv
Bewegung und körperliche Aktivität bieten viele gesundheitliche Vorteile, einschließlich der Vorbeugung von Verstopfung. Wenn Sie mindestens 150 Minuten pro Woche körperlich aktiv sind, sind Sie auf dem richtigen Weg zu einem gesunden Lebensstil. Fachleute empfehlen, an zwei Tagen pro Woche muskelstärkende Übungen zu machen. Gehen Sie raus und bewegen Sie sich, Ihr Magen wird es Ihnen danken, empfiehlt der Arzt.

„Das Befolgen dieser Tipps trägt wesentlich dazu bei, die Verdauung zu verbessern und die Bauchbeschwerden im Alter zu begrenzen“, sagt Dr. Rizk. (ad)

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