Mehr als 1000 Corona-Todesfälle in Deutschland – Infizierten-Zahl weltweit überschreitet traurige Marke

Mehr als 1000 Corona-Todesfälle in Deutschland – Infizierten-Zahl weltweit überschreitet traurige Marke

Das Coronavirus breitet sich in Deutschland aus: 1001 Menschen sind bereits gestorben, 79.450 sind mit Covid-19 infiziert. Weltweit wurden bereits mehr als eine Million Fälle registriert. Mittlerweile verzeichnen die USA mit mehr als 234.000 Fällen die meisten Corona-Fälle weltweit. Alle Informationen zur Corona-Krise finden Sie im News-Ticker von FOCUS Online.

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Die Pressekonferenz der RKI-Chef im Überblick

  • RKI-Chef zur Mundschutz-Debatte: "Helfen nicht dabei, den Maskenträger selbst zu schützen"
  • Die Empfehlung für die Bevölkerung wurde nicht geändert
  • "Gehen davon aus dass sie unterschätzt wird": Wieler glaubt an weiteren Anstieg der Todesrate

Topmeldung (10.00) Uhr: Der Leiter des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler, hat auf einer Pressekonferenz zur aktuellen Lage in Deutschland gesprochen. "Die gemeldeten Zahlen nehmen weiter zu", sagte Wieler und bezog sich dabei auf die täglichen Neuinfektionen in der Bundesrepublik.

48 Jahre alt seien die Corona-Infizierten in Deutschland im Moment durchschnittlich, wobei Männer und Frauen beinahe gleich häufig betroffen sind. Die Todesrate sei auf 1,2 Prozent angestiegen. "Wir müssen davon ausgehen, dass mehr Menschen sterben und diese Rate weiter ansteigt", warnt der RKI-Chef. Wie hoch sie steigen würde, vermag er aber nicht zu sagen.

Es sei gelungen die Reproduktionsrate bei den Infektionen auf eins zu drücken. Ein infizierter Mensch stecke seit einigen Tagen in Deutschland im Durchschnitt nur noch einen weiteren Menschen an, so der RKI-Präsident. Die Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Epidemie in Deutschland zeigen nach Einschätzung des Robert Koch-Instituts also messbar Wirkung. Ein Grund zur Entwarnung sei das aber noch nicht.

Masken-Empfehlung für Bevölkerung geändert? Der RKI-Chef weiß davon nichts

Auch zum Thema Masken äußerte sich Wieler: "Um sich selbst und andere vor Ansteckung zu schützen, bleibt das Wichtigste Abstand zu halten", sagt der Leiter des Robert-Koch-Instituts. Stoffmasken "könnten dabei helfen, andere zu schützen. Aber sie helfen nicht dabei, den Maskenträger selbst zu schützen." Für Fremdschutz gäbe es wissenschaftlich keine Belege. "Wenn sie krank sind, gehen sie bitte nicht einkaufen – auch nicht mit einer Textilmaske." Das Schlimmste, was passieren könne, sei ,dass Masken "eine falsche Sicherheit" vortäuschen würden. Die Empfehlung zum Maskentragen "haben wir nicht geändert", so Wieler auf eine entsprechende Nachfrage – "auch nicht für die Bevölkerung".

"Wir hatten immer die gleiche Strategie", sagt Wieler auf die Frage nach einem veränderten Plan in Deutschland. "Verlangsamung der Ausbreitung. Das ist auch gelungen." Zu den Infektionen beim Pflegepersonal sagt der RKI-Chef, dass "wenn medizinisches Fachpersonal infiziert ist, es selbstverständlich nicht weiterarbeiten darf." Ein Problem sei, aber "dass Schutzkleidung fehlt".

Ob die Todesrate in Deutschland überschätzt werden, wird Wieler gefragt. "Wir gehen sogar davon aus, dass sie unterschätzt wird", entgegnet er. Oftmals könne man das Virus nicht mehr nachweisen, wenn man Tote obduziere, die daran gestorben sind. Antikörper-Tests nannte der RKI-Chef "wichtig, um zu wissen, wie viele Menschen gesundet sind." Um zu erfahren, wie es um Immunität stehe, werde es aber noch einige Wochen dauern. Bei 350.000 durchgeführten Tests in der vergangenen Woche habe die Positivenrate acht Prozent betragen.

Zur Einschätzung von Stephan Willich, das Virus sei nur für eine bestimmte Gruppe der Bevölkerung gefährlich sagte Wieler, dass "das Risiko für eine bestimmte Gruppe, nämlich Ältere, größer" sei. Das wisse man bereits von Beginn an. Allerdings könne es auch für junge Menschen teilweise gefährlich sein. "Auch einige von ihnen können schwer erkranken." Den Gedanken, die Geheilten bei der Bekämpfung von Covid-19 einzubinden, findet Wieler gut. "Darüber machen wir uns viele Gedanken." Ein konkretes Modell gebe es aber noch nicht.

Bestattungsinstitut in Spanien nutzt Parkhaus als Sarglager

KameraOne Bestattungsinstitut in Spanien nutzt Parkhaus als Sarglager

Auch Kanada klagt über Maskenklau durch die USA

Topmeldung (11.01 Uhr): US-Behörden sollen anderen Ländern Millionen Masken weggeschnappt haben – und das teilweise sogar auf dem Rollfeld. Zunächst hatten die Franzosen darüber geklagt, nun äußerte sich auch Kanada besorgt. Premierminister Justin Trudeau ordnete am Donnerstag an, entsprechende „besorgniserregende“ Berichte, wonach für sein Land bestimmte medizinische Schutzausrüstung in die USA umgeleitet worden sei, zu überprüfen. „Wir müssen sicherstellen, dass für Kanada bestimmte Ausrüstung nach Kanada kommt und dort bleibt.“ Zwar wisse er, dass der Bedarf in den USA groß sei, doch dies sei auch in seinem Land der Fall. Seine Regierung habe bei einem Hersteller für Hockey-Ausrüstung Hunderttausende Masken bestellt.

Zuvor hatten Präsidenten von drei französischen Regionen den USA vorgeworfen, für sie gedachte Lieferungen aus China aufgekauft zu haben. „Wir haben uns von Amerikanern, die uns überboten haben, eine Lieferung wegnehmen lassen“, sagte etwa die Präsidentin der französischen Hauptstadtregion Ile-de-France, Valérie Pécresse, am Donnerstag im Fernsehsender LCI.

Der Präsident der an Deutschland angrenzenden Region Grand Est, Jean Rottner, hatte bereits am Mittwoch gesagt, die Amerikaner würden von Frankreich bestellte Masken „auf dem Rollfeld“ in China aufkaufen. „Sie zücken Bargeld und zahlen drei oder vier Mal so viel wie unseren Bestellpreis.“

Wegen der Coronavirus-Krise gibt es in vielen Ländern Engpässe bei medizinischer Ausrüstung. Unter anderem Schutzmasken sind gefragt – zumal sie nicht nur von Ärzten und Krankenschwestern benötigt werden, sondern zunehmend auch in der Bevölkerung nachgefragt werden. dpa Mitarbeiter des Automobilzulieferers Zettl in Bayern produzieren Mundschutzmasken

Sie finden hier die aktuell gemeldeten Zahlen der Gesundheitsministerien der Länder.

  • Baden-Württemberg: 15.971 (281 Todesfälle)
  • Bayern: 19.153 (277 Todesfälle)
  • Berlin: 3223 (20 Todesfälle)
  • Brandenburg: 1124 (11 Todesfälle)
  • Bremen: 341 (6 Todesfälle)
  • Hamburg: 2557 (11 Todesfälle)
  • Hessen: 3882 (31 Todesfälle)
  • Mecklenburg-Vorpommern: 468 (4 Todesfälle)
  • Niedersachsen: 5059 (63 Todesfälle)
  • Nordrhein-Westfalen: 17.614 (202 Todesfälle)
  • Rheinland-Pfalz: 3276 (27 Todesfälle)
  • Saarland: 1252 (16 Todesfälle)
  • Sachsen: 2411 (19 Todesfälle)
  • Sachsen-Anhalt: 838 (11 Todesfälle)
  • Schleswig-Holstein: 1343 (13 Todesfälle)
  • Thüringen: 938 (9 Todesfälle)

Gesamt: Stand 02.04., 19.45 Uhr: 79.450 (1001 Todesfälle)

Stand vom Vortag: 01.04, 21.05 Uhr: 72.893 (859 Todesfälle)

Quelle zu Infizierten- und Todeszahlen: Landesgesundheits- und Sozialministerien.

Gemeldete Coronavirusfälle in Deutschland (klicken Sie auf Ihr Bundesland)

Mehr Informationen im News-Ticker:

Hotels auf Thailands Ferieninsel Phuket schließen

10.53 Uhr: Auf der thailändischen Ferieninsel Phuket müssen die Hotels in der Corona-Krise schließen. Nach Angaben des Gouverneurs der Provinz gilt dies ab Samstag. Deutsche Urlauber werden derzeit im Rahmen des Rückholprogramms des Auswärtigen Amtes aus Thailand ausgeflogen. Am Freitag startete eine Condor-Maschine mit 250 Plätzen für Deutsche und andere EU-Bürger aus Bangkok in Richtung Frankfurt, wie der deutsche Botschafter Georg Schmidt bei Twitter schrieb.

Der internationale Flugverkehr ist durch Streichungen stark eingeschränkt. In Phuket stellt der Flughafen am 10. April den Betrieb ein. In Bangkok sind bereits Einkaufszentren, Schulen und Restaurants offiziell dicht, es gilt zudem eine nächtliche Ausgangssperre.

In dem südostasiatischen Land sind bislang 1978 Infektionsfälle mit dem Coronavirus gemeldet worden. 15 Menschen starben.

Kanzleramt strebt rasche Stichproben mit Antikörpertests an

10.51 Uhr: Die Bundesregierung will im Kampf gegen das Coronavirus sofort nach Vorliegen eines zuverlässigen Antikörpertests repräsentative Stichproben in der Bevölkerung machen lassen. Das kündigte Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) am Donnerstagabend in der ZDF-Sendung "maybrit illner" an. Ziel sei ein Überblick, wie groß der Anteil der Menschen in der Bevölkerung ist, die Antikörper gegen das Virus haben. Einen Test auf Antikörper im Blut gebe es schon, er sei "aber noch nicht so genau, wie wir ihn brauchen", sagte Braun. Screenshot ZDF. Helge Braun (M.) diskutiert mit Maybrit Illner (r.).

Der derzeit vorliegende Test könne «den fatalen Fehler
machen, dass er einem suggeriert, man sei schon immun und es stimmt
am Ende gar nicht». Sobald dies behoben ist, solle «eine große Serie von Menschen, die glauben, sie hätten nie etwas mit Corona zu tun gehabt», freiwillig getestet werden. Dies werde zeigen, wie viele Menschen die Erkrankung «still» durchmachten und wie groß die
Infizierten-Dunkelziffer sei.

Berlins Innensenator Geisel: Kontaktsperre könnte das ganze Jahr andauern

9.45 Uhr: Berlins Innensenator Andreas Geisel geht davon aus, dass die Abstandsregelungen wegen der Corona-Pandemie das ganze Jahr lang gelten könnten. Geisel sagte am Freitag im Inforadio vom "rbb", es gehe darum "die Infektionsgeschwindigkeit so zu verringern, dass wir das Gesundheitssystem nicht überlasten und Zustände wie in Spanien oder Italien verhindern."

"Das wäre jetzt nicht seriös zu sagen, am 19. April ist alles zu Ende. Wir werden uns darauf einstellen müssen, dass wir zwar diesen Lockdown im Laufe des April, Mai dann sicherlich lockern müssen. (…) Aber die Beschränkungen, Abstandsregelungen, die Veränderung unserer Lebensgewohnheiten – ich fürchte, das wird uns das ganze Jahr über begleiten." dpa/Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa Andreas Geisel (SPD), Berliner Innensenator, sitzt im Berliner Abgeordnetenhaus.

Zum Sonder-Bußgeldkatalog, der seit Freitag in Berlin gilt, sagte Geisel: "(Den) gibt es für die hartnäckigen Verweigerer, für diejenigen, die Widerstand leisten und diejenigen, die glauben, sich nicht an Regeln halten zu müssen." Die Polizei werde hier mit Augenmaß vorgehen.

Spahn hofft im Kampf gegen Coronavirus auf Malaria-Medikament

09.40 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hofft, dass zur Behandlung der Lungenkrankheit Covid-19 bald auch zielgerichtete Medikamente eingesetzt werden können. "Es gibt erste Hinweise, dass bestimmte Medikamente zu helfen scheinen", sagte der CDU-Politiker in "Bild live". Dazu sollten Studien "schnellstmöglich möglich" gemacht werden. Allerdings müsse auch aufgepasst werden: Die Patienten müssten geschützt werden, da jedes Medikament auch Nebenwirkungen habe. Es gebe auch in Deutschland bereits eine Reihe von Studien, auch zu dem "alten Malaria-Mittel" Resochin (Wirkstoff Chloroquinphosphat) des Pharma- und Chemiekonzerns Bayer. Es gebe aber auch weitere Medikamente, die helfen könnten. dpa/Annegret Hilse/Reuters-Pool/dpa Bundesgesundheitsminister Jens Spahn.

Auf jeden Fall werde deutlich früher ein Medikament als ein Impfstoff auf dem Markt sein, sagte Spahn, und ist damit auf einer Linie mit vielen Experten. "Die Impfstoffentwicklung ist noch mal herausfordernder. Das Malaria-Medikament kennen wir seit Jahren und Jahrzehnten. Da kennen wir Wirkungen und Nebenwirkungen", sagte Spahn. Diese Wirkungen und Nebenwirkungen müsse man nun neu für den Einsatz zur Behandlung von Coronavirus-Erkrankungen abwägen. "Der Impfstoff ist eher eine Frage von mehreren Monaten als von wenigen Monaten." Er wolle sich aber nicht festlegen, sagte Spahn und fügte hinzu: "Ich wäre der glücklichste Gesundheitsminister der Welt, wenn wir in drei oder sechs Monaten einen Impfstoff hätten. Ich bin aber auch Realist genug und genug von Fachleuten beraten, um zu wissen, es kann auch zwölf Monate dauern." Deshalb dürfe die Politik keine falschen Hoffnungen wecken.

Bayer hatte am Donnerstag mitgeteilt, in Europa Produktionsmöglichkeiten für den Wirkstoff Chloroquin im Kampf gegen die Lungenkrankheit Covid-19 zu schaffen. Das bereits in den 1930ern entwickelte Medikament zur Malariaprophylaxe ist schon seit einigen Wochen im Gespräch, nachdem Tests an Zellkulturen eine Hemmung der Vermehrung des neuartigen Coronavirus gezeigt hatten.

USA mit Rekordzahl an Corona-Toten innerhalb eines Tages

09.31 Uhr: In den USA ist die bislang weltweit höchste Zahl von Todesfällen durch das neuartige Coronavirus binnen 24 Stunden innerhalb eines Landes verzeichnet worden. Nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore wurden zwischen Mittwoch 20.30 Uhr US-Ostküstenzeit und der gleichen Uhrzeit am Donnerstagabend 1169 weitere Todesfälle registriert. Der traurige Rekord war bislang von Italien mit 969 verzeichneten Corona-Toten am 27. März gehalten worden.

Insgesamt zählte die Johns-Hopkins-Universität bis Donnerstagabend 5926 Todesopfer in den USA. Laut den Prognosen der US-Regierung könnten in den USA zwischen 100.000 und 240.000 Menschen an der von dem Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 sterben. 

Die weltweit meisten verzeichneten Todesopfer der Pandemie gibt es aber weiterhin in Italien, gefolgt von Spanien und den Vereinigen Staaten. In Italien zählte die Johns-Hopkins-Universität 13.915 Corona-Tote, in Spanien 10.003. dpa/Sebastien Bozon/AFP/dpa Französische Politiker erheben schwere Vorwürfe gegen die USA in Zusammenhang mit der Beschaffung von dringend benötigten Schutzmasken. AFP

In der Zahl der registrierten Corona-Infektionsfälle liegen die USA hingegen mit weitem Abstand weltweit vorn. Laut Johns-Hopkins-Universität stieg die Zahl der Ansteckungen im Land bis Donnerstagabend auf rund 244.600.

Der deutliche Anstieg der Infektionszahlen in den USA hängt auch damit zusammen, dass inzwischen deutlich mehr getestet wird. Laut US-Vizepräsident Mike Pence wurden inzwischen mehr als 1,3 Millionen Corona-Tests ausgeführt. Präsident Donald Trump sagte, täglich gebe es mittlerweile mehr als 100.00 Tests.

Wuhan bangt vor zweiter Corona-Infektionswelle

08.28 Uhr: Die Einwohner der chinesischen Millionenmetropole Wuhan sind offenbar erneut dazu angehalten worden, in den eigenen Häusern zu bleiben. Die chinesischen Behörden verstärken die Schutzmaßnahmen, um eine zweite Infektionswelle zu verhindern. Das berichtet der „Guardian“. Experten warnten, dass die rasche Eindämmung des Virus in China auch das Risiko neuer Ausbrüche mit sich bringt. Obwohl die Zahl der neuen Infektionsfälle in Wuhan seit Februar deutlich zurück ging, schätzen die chinesischen Behörden das Risiko eines Rückfalls nach wie vor als hoch ein.

Die Lage vor Ort hatte sich zuletzt entspannt, die strengen Reisebeschränkungen wurden bereits Ende März aufgehoben. Zehntausende kehrten nach Wiederaufnahme der Zugverbindungen zurück in die Millionenstadt Wuhan. Bis zum 8. April ist allerdings nur die Einreise nach Wuhan erlaubt. Erst danach können Chinesen die Stadt mit mehr als zehn Millionen Einwohnern auch wieder verlassen.

100 Corona-Infizierte, Hilferuf aus Klinik in NRW

08.20 Uhr: Eine Rehaklinik in Nordrhein-Westfalen mit mehr als 100 mit dem Coronavirus infizierten Patienten und Pflegern hat ihren Landkreis um Hilfe gebeten. Die Klinik bei Detmold könne die Versorgung der Patienten nicht mehr sicherstellen, teilte ein Sprecher des Kreis Lippe am Donnerstag mit. Laut Mitteilung prüft ein Krisenstab jetzt die schrittweise Verlegung der Patienten. Nach Angaben des Kreises hat die Klinik zuletzt 78 infizierte Patienten und 27 positiv getestete Mitarbeiter gemeldet. 84 Patienten und fünf Ärzte wurden negativ getestet. 17 Patienten warten noch auf das Ergebnis. dpa

79.450 Corona-Infizierte in Deutschland – mehr als 1000 Menschen gestorben

07.46 Uhr: Die Zahl der Corona-Infizierten in Deutschland ist auf 79.450 gestiegen, wie aus den Meldungen der Landesgesundheits- und Sozialministerien hervorgeht. Das ist ein Anstieg von 9 Prozent gegenüber dem Vortag (72.893 Infizierte). Insgesamt sind 1001 Menschen an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben.

Flugzeug von NFL-Team transportiert eine Million Atemschutzmasken in die USA

07.36 Uhr: Das Flugzeug der New England Patriots hat angesichts der Coronavirus-Krise mehr als eine Million Atemschutzmasken aus China in die USA geflogen. Die Boeing 767 mit dem großen Patriots-Schriftzug landete am Donnerstagabend (Ortszeit) in Boston, dort wurde die Lieferung von der US-Nationalgarde entladen.

Notwendig geworden war der ungewöhnliche Einsatz, weil Massachusetts' Gouverneur Charlie Baker die Masken nach eigenen Angaben zwar in China kaufen konnte, aber keine Möglichkeit fand, sie in seinen Bundesstaat zu importieren. Er fragte deshalb um Hilfe bei Patriots-Besitzer Robert Kraft und bekam das Flugzeug. Normalerweise ist der Flieger im Einsatz, wenn die American-Football-Spieler des dominierenden Teams der vergangenen Jahre zu Auswärtsspielen reisen.

Bis zu 90 Prozent weniger Fahrgäste in Bussen und Bahnen

05.29 Uhr: Die Kontaktbeschränkungen in der Corona-Krise haben die Fahrgastzahlen im Nahverkehr einbrechen lassen. "Wir haben 80 bis 90 Prozent weniger Fahrgäste", sagte Hauptgeschäftsführer Oliver Wolff der Deutschen Presse-Agentur. Die Verkehrsunternehmen setzt das zunehmend wirtschaftlich unter Druck. Bei den Bartickets wie Einzelfahrscheinen und Monatskarten seien die Verkäufe um 70 bis 90 Prozent eingebrochen. Sie machen sonst etwa die Hälfte aller Ticketeinnahmen aus.

"Für viele Verkehrsunternehmen sind die wirtschaftlichen Folgen durch wegbrechende Fahrgeldeinnahmen schon jetzt verheerend", sagte Wolff. Es müsse dringend geklärt werden, wie der Verlust ausgeglichen werde.

US-Regierung will Behandlungskosten für Nicht-Versicherte übernehmen

02.29 Uhr: Millionen Amerikaner ohne Krankenversicherung sollen nach dem Willen des Weißen Hauses nicht für eine Behandlung wegen einer etwaigen Covid-19-Behandlung bezahlen müssen. US-Vizepräsident Mike Pence sagte am Donnerstagabend im Weißen Haus: "Wir wollen, dass kein Amerikaner sich Sorgen machen muss darüber, einen Test oder eine Behandlung zu bekommen." Präsident Donald Trump habe die Coronavirus-Arbeitsgruppe im Weißen Haus angewiesen, Wege zu finden, wie die Regierung für Behandlungen der rund 30 Millionen nicht krankenversicherten Amerikaner bezahlen könne. Man arbeite an einem Vorschlag für Trump, wie Coronavirus-Hilfsgelder dafür verwendet werden könnten, die Krankenhäuser direkt zu bezahlen.

Trump erneut negativ auf Coronavirus getestet

00.18 Uhr: US-Präsident Donald Trump ist ein zweites Mal negativ auf das Coronavirus getestet worden. Trump sagte am Donnerstagabend (Ortszeit) bei seiner täglichen Pressekonferenz im Weißen Haus, er habe sich einem neuen Schnelltest "vor allem aus Neugier" unterzogen, um zu sehen, wie lange ein Ergebnis dauere. Das Resultat habe innerhalb von "14 oder 15 Minuten" vorgelegen. Der Test selbst habe "buchstäblich eine Minute" gedauert und sei deutlich angenehmer als die erste Untersuchung gewesen. Auch das Weiße Haus veröffentlichte das negative Testergebnis.

Bereits Mitte März hatte sich Trump auf das Coronavirus testen lassen, damals unter öffentlichem Druck. Trump war zuvor bei einem Besuch des brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro in seinem Feriendomizil Mar-a-Lago mit mindestens zwei Personen in Kontakt gewesen, die später positiv auf das Coronavirus getestet wurden.

Arbeitsminister Heil: Helden des Alltags müssen besser bezahlt werden – "Krankenhäuser kaputtgespart"

Freitag, 03. März, 00.12 Uhr: Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) verlangt nach der Bewältigung der Corona-Krise eine Überprüfung des deutschen Gesundheitssystems mit seiner marktwirtschaftlichen Ausrichtung. "Wir müssen einfach darauf reagieren, dass Gesundheit kein rein marktwirtschaftliches Gut sein kann", sagte Heil der Düsseldorfer "Rheinischen Post".

Über die Trägerstruktur von Krankenhäusern müsse in den Kommunen entschieden werden. Grundsätzlich gelte aber, dass es eine staatliche Gewährleistungsverantwortung gebe. "Wir müssen den öffentlichen Bereich stärken. Einige Krankenhäuser sind kaputtgespart worden." Es müsse darüber gesprochen werden, "ob wir nicht dauerhaft mehr für Gesundheit und Pflege ausgeben müssen". Die Gesellschaft müsse auch begreifen, dass Pfleger und auch Verkäuferinnen – die "jetzigen Helden des Alltags" besser bezahlt werden müssten.

In der Hochphase der Corona-Krise lehnt Heil, der auch stellvertretender SPD-Chef ist, eine Diskussion über den Vorstoß seiner Parteichefin Saskia Esken zu einer Vermögensabgabe für Reiche ab. Später hält er aber einen solidarischen Lastenausgleich für nötig. "Jetzt geht es erst mal darum, die Schutzpakete umzusetzen, die wir gerade erst beschlossen haben." Über den Lastenausgleich werde nach der Krise zu reden sein. "Auch hier ist Solidarität gefragt." Denn es werde hohe wirtschaftliche Verluste geben, Unternehmen würden Gewinn- und Umsatzeinbrüche, Beschäftigte Lohneinbußen und der Staat weniger Ressourcen haben.

 

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