Mit pharmakologischen Waffen zurückschlagen

Mit pharmakologischen Waffen zurückschlagen

Die Interpharm online 2020 geht in die zweite Runde: Nach dem gestrigen ApothekenRechtTag schließt sich heute ab 10 Uhr der wissenschaftliche eKongress an. Die versierten Wissenschaftler und Redner konzentrieren sich darauf, wie Viren und pathophysiologische Prozesse unseren Organismus heimtückisch attackieren und wie wir diese Angriffe therapeutisch abwehren. Die Vorträge werden auf www.interpharm.de live übertragen.

Nach einer kurzen Begrüßung um 10 Uhr beginnt der wissenschaftliche eKonress am heutigen Weltapothekertag mit dem Thema Fettleber. Dabei ist entgegen der herrschenden Meinung nicht übermäßiger Alkoholkonsum der häufigste Auslöser. In seinem Vortrag erläutert Professor Martin Smollich, warum bei vielen Patienten die Ernährungsgewohnheiten unter die Lupe genommen werden müssen. Doch hier lauert schon der nächste Irrtum: Nicht das Fett begünstigt die Fettleber, sondern zu viele Kohlenhydrate bei zu wenig Muskelaktivität. Eine Lebensstiländerung kann die nichtalkoholische Fettleber kausal behandeln. Erst in zweiter Linie lohnt sich ein Blick auf Arzneimittel, um Steatosen zu vermeiden und Begleiterkrankungen therapieren können.

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Darauf folgt um 11 Uhr eine Vorstellung vom Autor der DAZ-Serie „Pharmako-evolutionär“, Professor Thomas Herdegen. Der Professor für Pharmakologie der Universität Kiel wagt einen Blick in die Geschichte der Psychopharmakologie. Trizyklische Verbindungen bekämpfen seit vielen Jahrzehnten heimtückische Attacken auf die Psyche und haben sich dabei weiterentwickelt oder bewährt.

Danach beginnt um 12 Uhr der Vortrag „Angriff auf die Nieren“ von Dr. Christian Fechtrup und Apothekerin Ina Richling. Sie liefern dabei eine kurzweilige Übersicht zu einem Thema, dessen Wichtigkeit im Apothekenalltag kaum genug betont werden kann. Immerhin zählt Nierenversagen hierzulande zu den häufigsten Todesursachen. Bei der Anwendung vieler Wirkstoffe ist die Nierenfunktion zu überprüfen und oftmals muss eine Dosisanpassung vorgenommen werden. Dabei bedarf es einiger Routine, die Parameter zur Bestimmung der Nierenfunktion korrekt zu interpretieren. Die Dozenten vermitteln in ihrem Vortrag das nephrologische Know-how, das es für eine umfassende pharmazeutische Betreuung im ambulanten sowie stationären Sektor braucht.

Seien Sie dabei!

Kurzentschlossene können sich noch unter www.interpharm.de/anmeldung/ für die Interpharm online anmelden.

Noch nicht genug von der Virologie?

Auch Attacken durch virale Erreger werden beim wissenschaftlichen eKongress unter die Lupe genommen. Denn eben diese sind der Grund, weshalb die größte pharmazeutische Fortbildungsveranstaltung in Deutschland nun zuhause an den Bildschirmen stattfindet. Und ohne epidemiologischen Risiken ausgesetzt zu sein, können wir uns beruhigt und professionell einen Nachmittag lang mit der Virologie auseinandersetzen. Denn auf diese setzen unsere Rednerinnen und Redner beim wissenschaftlichen Kongress am Freitag ab 14 Uhr ihre Schwerpunkte.

Im ersten Vortrag widmet sich Professor Henri-Jacques Delecluse am Beispiel des Eppstein-Barr-Virus der Pathogenese und der Prävention infektionsbedingter Tumore. Um 15 Uhr beleuchten Apothekerin Isabel Waltering und Infektiologin Dr. Annette Haberl die Fallstricke und die beste Herangehensweise bei der pharmazeutischen Betreuung HIV-infizierter Frauen. Diese Exkurse werden durch ein Fachgespräch zwischen Apothekerin Dr. Verena Stahl und Professor Leif Erik Sander um 16 Uhr abgerundet. Im Dialog erörtern die Wissenschaftler, was uns die Erfahrung mit SARS-CoV-2 bisher gelehrt hat.

Am Samstag wird die erste virtuelle Interpharm mit dem PTAheute-eKongress gebührend abgeschlossen. Besuchen Sie www.interpharm.de ,wenn Sie sich noch jetzt anmelden wollen oder Informationen benötigen. Auf dieser Website werden die Videos für angemeldete Teilnehmerinnen und Teilnehmer bis Ende Oktober 2020 abrufbar sein.

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