Spahn will gelben Papier-Impfpass nicht einmotten – aus Rücksicht

Spahn will gelben Papier-Impfpass nicht einmotten – aus Rücksicht

Der Bundesrat stimmt Erleichterungen für Geimpfte und Genesene zu, am Samstag tritt die  Verordnung in Kraft. Die Stiko will den Impfstoff von Johnson & Johnson nur für über 60-Jährige empfehlen. Alle Meldungen rund um das Impfen in Deutschland lesen Sie im Ticker von FOCUS Online.

Informationen zur Coronavirus-Impfung vom 8. Mai 2021

  • Auf dem schnellsten Weg zum Pieks Hausarzt, Impfzentrum, Drive-In, Newsletter: So kommen Sie jetzt an Ihren Impf-Termin
  • Biontech, Moderna, Astrazeneca (Vaxzevria), Curevac – Die wichtigsten Coronavirus-Impfstoffe im Check

Kuba impft Bevölkerung jetzt mit selbst entwickelten Vakzinen

10.17 Uhr: Kuba will in der kommenden Woche mit den Impfungen mit zwei selbst entwickelten Corona-Impfstoffen beginnen, obwohl die klinischen Tests noch laufen. Wie Gesundheitsminister José Angel Portal am Freitagabend mitteilte, soll die Impfkampagne in der Hauptstadt Havanna und den Provinzen Santiago de Cuba und Matanzas beginnen. Es handelt sich offiziell um eine großangelegte Praxisstudie, bei der zwei von fünf kubanischen Impfstoffkandidaten zum Einsatz kommen sollen.

Kuba ist bisher das einzige lateinamerikanische Land, das eigene Corona-Impfstoffe entwickelt. Die Regierung will die beiden Vakzine Abdala und Soberana 2, deren Erprobung am weitesten fortgeschritten ist, nun in der Praxis testen, wie der Minister sagte. Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Archivbild Eine Flüssigkeit tropft aus der Kanüle einer Spritze.

Die kubanischen Behörden hoffen darauf, im Juni beiden Impfstoffen eine Notfallzulassung erteilen zu können, wie die Chefin der Arzneimittelbehörde, Olga Lidia Jacobo, erklärte. Danach soll dann mit den Massenimpfungen begonnen werden. Bis Ende Juni sollen nach den Plänen der Regierung schon 22 Prozent der 11,2 Millionen Einwohner der Karibikinsel ihre erste Impfung erhalten haben. Bis Juli sollen dann 33 Prozent und bis August 70 Prozent der Menschen geimpft sein.

Beim Impfstoffkandidaten Abdala ist die dritte und entscheidende Phase der klinischen Tests schon abgeschlossen. Die Ergebnisse werden aber noch ausgewertet. Bei Soberana 2 läuft die dritte Testphase noch bis Mitte Mai. Für beide Impfstoffe sind drei Impfdosen nötig.

Spahn: Impfpass in Papierform muss weiter gelten

09.52 Uhr: Der gelbe Impfpass in Papierform soll nach den Worten von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) auch weiterhin gültig sein. "Wenn wir nur auf die digitale Variante setzen, werden sowohl Länder ohne diese Lösung benachteiligt als auch Bürger, die diese nicht haben wollen oder können", sagte Spahn der Düsseldorfer "Rheinischen Post" vom Samstag. Er verwies etwa auf "ältere Mitbürger ohne Smartphone".

Als Ziel für den ergänzenden digitalen Nachweis nannte Spahn die "zweite Hälfte des zweiten Quartals".

Am Sonntag tritt die Verordnung zu Erleichterungen für Geimpfte und Genesene in Kraft. In ihr ist geregelt, dass der Impfschutz entweder mit dem bis Ende Juni erwarteten digitalen Impfpass oder mit dem gelben Ausweis aus Papier nachgewiesen werden kann. Alternativ kann auch das von den Impfzentren ausgefüllte Formular vorgelegt werden.

Impfaktion in Kölner Moschee: Lange Schlangen schon am Morgen

09.44 Uhr: Riesenandrang an der Kölner Zentralmoschee: Dort können sich Bürger an diesem Wochenende gegen das Coronavirus impfen lassen. Das Impfangebot sei nicht auf Mitglieder der muslimischen Gemeinde beschränkt, sondern offen für alle. Für die Sonderimpfaktion stünden 2000 Impfdosen von Astrazeneca zur Verfügung. Dabei handele sich um überschüssige Dosen aus dem Kölner Impfzentrum. Schon am Morgen bildeten sich lange Schlangen vor der Moschee, wie der „WDR“ berichtet. Die Aktion geht heute bis 16.30 Uhr.

„Ich danke der Stadt Köln und der Kassenärztlichen Vereinigung Köln dafür, dass Sie unsere Zentralmoschee für diese Impf-Aktion nutzen“, sagte Kazim Türkmen, Vorsitzender des Ditib-Bundesverbandes und Hausherr der Zentralmoschee. „Als Religionsgemeinschaft tragen wir auch Verantwortung füreinander und miteinander.“

„Wir hoffen damit Menschen zu erreichen, die bisher vielleicht nicht so viel Vertrauen in die Impfungen hatten“, sagte die Kölner Impfärztin Nora Bertenburg.

"Reisen nicht von Impfung abhängig": Spahn glaubt an Sommerurlaub in der EU

Samstag, 8. Mai, 07.19 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sieht angesichts der derzeitigen Entwicklung in der Corona-Pandemie gute Chancen für einen problemlosen Sommerurlaub in den EU-Staaten. "Innerhalb der EU wird das Reisen voraussichtlich nicht von der Impfung abhängig sein", sagte Spahn der "Rheinischen Post" (Samstagsausgabe). "Auch mit den Testungen wird man sich europaweit gut bewegen können." Michael Kappeler/dpa Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und RKI-Präsident Lothar Wieler bei einer Pressekonferenz.

Er selbst plane seinen Urlaub in Deutschland. "In dieser hoffentlich letzten Phase der Pandemie würde ich keine großen Fernreisen planen, Nordsee statt Südsee quasi", sagte der Minister. Mit Blick auf Öffnungen mahnte Spahn ein umsichtiges Vorgehen an. "Wer zu schnell öffnet, verstolpert den bisherigen Erfolg." Deswegen solle beim Öffnen zunächst draußen angefangen werden: Außengastronomie, Veranstaltungen unter freiem Himmel, Zoos oder auch Sportveranstaltungen mit reduzierter Besucherzahl – "und natürlich immer mit Abstand und Hygiene", sagte Spahn.

Bombendrohung gegen zwei Impfzentren im Allgäu

22.32 Uhr: Bei zwei Impfzentren im Unterallgäu ist am Freitag eine Bombendrohung eingegangen. Die Polizei war daraufhin mit einem Großaufgebot vor Ort. Laut einem Bericht der "Augsburger Allgemeinen" handelte es sich um die Impfzentren in Bad Wörishofen und Memmingen. Die Drohung sei via Telefon-Hotline kommuniziert worden.

Inzwischen konnte die Polizei an beiden Impfzentren Entwarnung geben. "Die Gebäude in Bad Wörishofen und Memmingen wurden evakuiert, derzeit besteht nach unseren Informationen keine Gefahr", sagte ein Polizeisprecher. In Bad Wörishofen mussten rund 50 Personen in Sicherheit gebracht werden, in Memmingen etwa 35. Am Telefon sei "eine Art Computerstimme" zu hören gewesen. Die Polizei hat am Freitagabend Entwarnung und die beiden Impfzentren gegen 22 Uhr wieder freigegeben. Die genauen Hintergründe der Bombendrohung müssten demnach aber noch ermittelt werden.

SPD-Fraktionschef in Brandenburg: Impfstoff für Kinder zuerst bei frühem Ferienstart

22.12 Uhr: Brandenburgs SPD-Fraktionschef Erik Stohn dringt für die geplanten Impfungen für Kinder über 12 Jahren darauf, dass zusätzlicher Impfstoff erst an Länder mit frühem Sommerferienbeginn geliefert wird. "So kann es uns gelingen, die 150 000 jungen Menschen vor Ferienbeginn oder spätestens in den ersten Ferientagen zu impfen", teilte Stohn am Freitag mit.

dpa/Julian Stratenschulte/dpabild Ein Kinderarzt impft ein einjähriges Kind in den Oberschenkel.

Bund und Länder wollen eine Impfaktion während der Sommerferien für Kinder über 12 Jahre vorbereiten. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hält eine EU-Zulassung des Impfstoffs von Biontech und Pfizer für 12- bis 15-Jährige im Juni für wahrscheinlich. Derzeit ist das Präparat ab 16 Jahren freigegeben.

Brandenburg müsse entscheiden, ob es eine gezielte Einladung in die Impfzentren, Reihenimpfungen in den Schulen oder eine Einbindung der Arztpraxen geben soll, sagte Stohn. "Bis Anfang Juni muss das logistische Konzept dazu stehen." Er forderte den Impfstab im CDU-geführten Innenministerium auf, die Frage schnell zu klären. Die Sommerferien beginnen in Brandenburg und Berlin am 24. Juni, früher sind Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern mit Ferienbeginn am 21. Juni.

In Brandenburg hat bisher mindestens jeder dritte Erwachsene eine Corona-Impfung erhalten – das sind nach Angaben des Innenministeriums knapp 706 000 Menschen. Rund 225 000 Menschen sind vollständig geimpft.

Bericht: Weitere Thrombosefälle nach Impfung mit Astrazeneca gemeldet

20.48 Uhr: Die Zahl der schweren Thrombosefälle nach einer Impfung mit dem Coronavirus-Impfstoff von Astrazeneca ist laut einem Bericht weiter gestiegen. Wie die Zeitungen der Funke-Mediengruppe unter Berufung auf den neuen Sicherheitsbericht des für Impfstoffe zuständigen Paul-Ehrlich-Instituts schreiben, seien bis zum 30. April 67 Fälle in Deutschland gemeldet worden. 14 Personen seien gestorben. Bei den meisten Fällen habe es sich um Sinusvenenthrombosen gehandelt.

Kein kausaler Zusammenhang: EMA prüft Risiko von Blutgerinnseln bei Biontech und Moderna

18.46 Uhr: Die europäische Arzneimittelbehörde (EMA) untersucht die Corona-Impfstoffe von Biontech und Moderna mit Blick auf ein mögliches Risiko von Blutgerinnseln. Bislang sei kein Zusammenhang zwischen Impfungen mit den beiden Vakzinen und dem Auftreten der seltenen Nebenwirkung entdeckt worden, erklärte die EMA am Freitag. Es würden aber weitere Prüfungen vorgenommen. Die EU-Arzneimittelbehörde hatte zuvor bei den Vektorviren-Impfstoffen von Astrazeneca und Johnson & Johnson eine Verbindung zu vereinzelten Fällen gefährlicher Blutgerinnsel festgestellt. Bei beiden Vakzinen überwiegt nach Einschätzung der EMA der Nutzen aber das Risiko. Wolfgang Kumm/dpa/Archivbild Eine Ärztin zieht eine Spritze mit Comirnaty-Impfstoff des Herstellers Biontech/Pfizer auf.

Der EMA-Ausschuss für Medikamentensicherheit werde nun weiter untersuchen, ob auch bei den mRNA-Impfstoffen von Biontech/Pfizer und Moderna möglicherweise ein solcher Zusammenhang bestehe, erklärte die Behörde. Bislang sei aber kein erhöhtes Risiko erkennbar. Es seien nur "sehr wenige" Fälle von Blutgerinnseln nach Impfungen mit mRNA-Vakzinen gemeldet worden, erklärte die EMA. Zudem unterscheide sich das klinische Bild von den Fällen, die nach Impfungen mit Astrazeneca und Johnson & Johnson aufgetreten seien. Daher sei nach derzeitigem Stand kein "kausaler Zusammenhang" erkennbar.

WHO-Notfallzulassung für chinesischen Corona-Impfstoff von Sinopharm

17.28 Uhr: Als erste chinesische Firma erhält Sinopharm eine Notfallzulassung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für ihren Corona-Impfstoff. Die Entscheidung teilte die WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Freitag in Genf mit. Damit können UN-Organisationen das Mittel kaufen und verteilen. China hat dem internationalen UN-Impfprogramm Covax, auf das sich viele ärmere Länder verlassen, im Februar bereits zehn Millionen Dosen versprochen.

Der unabhängige Beraterstab SAGE habe den Impfstoff für Menschen über 18 Jahre freigegeben, sagte Tedros. Es seien zwei Dosen für den vollen Impfschutz nötig. Die Wirksamkeit gibt SAGE mit 79 Prozent an.

Eine WHO-Notfallzulassung (EUL – Emergency Use Listing) gibt es bereits für die Corona-Impfstoffe von Biontech/Pfizer, Astrazeneca, Janssen/Johnson & Johnson und Moderna. Ein zweiter chinesischer Impfstoff, von Sinovac, wird von der WHO noch geprüft, ähnlich wie andere Impfstoffe, darunter der russische Stoff Sputnik V und das Mittel des US-Konzerns Novavax.

Für die EU, die USA und andere Länder mit Regulierungsbehörden hat die Notfallzulassung der WHO keine Bedeutung. Sie prüfen Wirkstoffe selbst und entscheiden über eine Zulassung. Aber Länder, die keine Kapazitäten für eigene wissenschaftlichen Prüfungen haben, nutzen die WHO-Qualitätsprüfung als Grundlage für ihre eigene Zulassung. Für die Notfallzulassung prüfen WHO-Experten Sicherheit und Wirksamkeit unter anderem mithilfe der eingereichten Phase II und Phase III-Studien. Sie inspizieren auch den Herstellungsprozess und die Risikovorkehrungen. Die Firmen verpflichten sich, weiterhin alle relevanten Daten an die WHO zu liefern.

Laschet: Möglichst im Juli allen Impfangebot machen

17.00 Uhr: Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet hält ein Impfangebot für alle impfwilligen Menschen schon im Juli für möglich – zwei Monate früher als es Kanzlerin Angela Merkel in Aussicht gestellt hatte. "Ich halte es mit Blick auf die aktuellen Impfstofflieferungen für möglich, dass wir das Ziel früher erreichen können", sagte der nordrhein-westfälische Ministerpräsident und CDU-Bundesvorsitzende der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Wenn "pragmatisch, strategisch und effektiv" geimpft werde, "dann kann es auf jeden Fall klappen, dass das Versprechen der Kanzlerin nicht nur erfüllt, sondern übererfüllt wird". Kanzlerin Merkel hatte den impfwilligen Menschen ein Angebot bis Ende des Sommers, also bis 21. September, in Aussicht gestellt.

Nur wenige Impfungen im restlichen Mai? Kassenärzte warnen vor Biontech-Engpass

14.49 Uhr: Die Kassenärztliche Vereinigung Hessen befürchtet einen Engpass beim Impfstoff von Biontech/Pfizer. In einem Brandbrief an ihre Mitglieder schreibt die Spitze der Vereinigung, dass es in den letzten beiden Wochen des Mai "kaum Reserven für Erstimpfungen mit diesem Impfstoff geben" werde. Das berichtet der "Spiegel".

Aus Berlin sei zu hören, dass "kaum mehr als ein Vial pro Praxis zu erwarten sei". Einem Vial, also einer Ampulle, befinden sich sechs bis sieben Dosen des Biontech-Impfstoffs Comirnaty. In dem Schreiben nennt die KV Hessen zwei Ursachen: Viele anstehende Zweitimpfungen in Arztpraxen und der parallele, laut Schreiben "überflüssige" Betrieb der Impfzentren sowie deren Belieferung mit Impfstoff.

Den Ärzten rät die KV Hessen deshalb "in der Phase bis Ende Mai vorrangig Zweitimpfungen mit Biontech durchzuführen". Grund sei auch, dass Biontech erst im Juni seine wöchentlichen Lieferungen deutlich steigern werde.

In Sachen Impfzentren äußert die Vereinigung offen ihr Unverständnis. "Schlimmstenfalls erleben wir sogar die oben beschriebene Situation, dass in unseren Praxen Zweitimpfungen ausfallen, während die Impfzentren lustig weiter Erstimpfungen durchführen", wird in dem Schreiben gewarnt.

Und weiter: "Hier rächt […] sich die von uns immer kritisierte Politik, bei der das Bundesgesundheitsministerium und vor allem gewisse, an ihren Impfzentren klebende Landesregierungen die Regelversorgung quasi zum Resteverwerter gemacht haben."

Dabei ist der Begriff Resteverwerter auf den Impfstoff von Astrazeneca, Vaxzevria, bezogen, den viele Impfwillige nach wie vor ablehnen. Allerdings bekommen die Arztpraxen deutlich mehr Dosen dieses Vakzins als des Biontech-Impfstoffs.

Astrazeneca soll in Großbritannien nur noch bei Über-40-Jährigen genutzt werden

14.20 Uhr: Der Corona-Impfstoff von Astrazeneca soll in Großbritannien nur noch bei über 40-Jährigen eingesetzt werden. Diese Empfehlung veröffentlichte am Freitag das Wissenschaftskomitee JCVI, das die Impfkampagne im Königreich überwacht. Nach Angaben der Arzneimittelbehörde MHRA wurden nach den inzwischen mehr als 28 Millionen Impfungen mit dem Vakzin in Großbritannien 242 Thrombose-Fälle registriert.

Das JCVI hatte im April bereits empfohlen, Astrazeneca wenn möglich nur bei über 30-Jährigen einzusetzen. Nun hob es die empfohlene Altersgrenze nochmals an. Es betonte zugleich, dass es sich um eine "Vorsichtsmaßnahme" handele. MHRA-Chefin June Raine betonte ihrerseits bei einer Pressekonferenz, die Vorteile der Impfung mit Astrazeneca seien "bei der großen Mehrheit" der Bevölkerung weiter deutlich größer als die Risiken von Nebenwirkungen. Dies gelte vor allem für ältere Menschen.

Wegen seltenen Fällen von schweren Thrombosen nach Impfungen wird das Vakzin des britisch-schwedischen Herstellers in einigen europäischen Ländern derzeit nicht genutzt, andere haben Altersgrenzen gesetzt. In Deutschland wird Astrazeneca aktuell für Menschen ab 60 Jahren empfohlen, Jüngeren kann es auf deren Wunsch hin und nach eingehender Beratung verabreicht werden. 

Bericht: Stiko will Impfstoff von Johnson & Johnson nur für Über-60-Jährige empfehlen

12.58 Uhr: Nach Informationen des "Spiegel" will die Ständige Impfkommission (Stiko) den Impfstoff von Johnson & Johnson am Montag nur noch für Personen ab 60 Jahren empfehlen – genauso wie zuvor bereits der von Astrazeneca. Jüngere sollen den Impfstoff demnach aber nach Aufklärung durch einen Arzt weiter nutzen dürfen. Die Pressestelle des Robert Koch-Instituts bestätigte, dass sie am Montag eine Stellungnahme der Stiko erwarte.

Auch bei Johnson & Johnson sind in einzelnen Fällen Blutgerinnsel nach einer Impfung beobachtet worden. Die USA hatten die Impfungen deshalb vorübergehend ausgesetzt, setzte ihn dann aber wieder ein. In der EU ist der Impfstoff bereits seit März zugelassen, wurde dort bislang aber kaum verabreicht. Nach einer Prüfung der in Blutgerinnsel-Fälle in den USA erklärte die EU-Arzneimittelbehörde zuletzt, an ihrer Empfehlung festzuhalten. Im Gegensatz zu den anderen verfügbaren Impfstoffen in Deutschland wird der Impfstoff von Johnson & Johnson nur einmal verabreicht und ist leicht lagerbar.

Viele der älteren Bürger in Deutschland sind bereits geimpft. Eine Änderung der Empfehlung würde bedeuten, dass nur wenige Menschen noch mit Johnson & Johnson geimpft werden können.

Laschet: Geimpfte sollen mit Lockerung verantwortungsvoll umgehen

12.31 Uhr: Angesichts der Lockerung von Corona-Regeln für vollständig Geimpfte und Genesene hat NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) zu gesellschaftlichem Zusammenhalt aufgerufen. "Jetzt befinden wir uns in einer sehr kritischen Phase der Pandemie, eine Phase, in der dieser Zusammenhalt leicht gefährdet werden könnte", sagte der CDU-Chef am Freitag im Bundesrat in Berlin.

"Dazu brauchen wir einen verantwortungsvollen Umgang mit dem eigenen Glück", forderte der Unions-Kanzlerkandidat von vollständig Geimpften. Wenn sie Menschen begegnen, "die noch auf die Impfung hoffen", sollten sie ihnen mit einer "Geste des Respekt" begegnen und nicht mit "triumphalistischem Überschwang".

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