Was ist bei der Rekonstitution des Corona-Impfstoffs Johnson & Johnson zu beachten?

Was ist bei der Rekonstitution des Corona-Impfstoffs Johnson & Johnson zu beachten?

Ab Mitte April soll mit der Vakzine von Johnson & Johnson ein vierter COVID-19-Impfstoff in Deutschland zum Einsatz kommen. Vor dem Verimpfen muss auch dieser Impfstoff rekonstituiert, also in seine anwendungsfähige Form überführt werden.

Schon Mitte März hat die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) den COVID-19-Impfstoff Ad26.COV2.S, auch Janssen COVID-19 Vaccine genannt, des US-Pharmakonzerns Johnson & Johnson zur Zulassung empfohlen.

Noch ein Vektorimpfstoff

Wie bei dem Impfstoff von AstraZeneca handelt es sich bei der Vakzine von Johnson & Johnson um einen Vektorimpfstoff. Die genetische Information für das SARS-CoV-2-Spikeprotein wird mithilfe eines Adenovirus (Ad26) in Form von DNA in die menschliche Zelle gebracht. Dort angekommen, gelangt diese DNA in den Zellkern und wird dort zunächst in mRNA umgeschrieben. In den Ribosomen wird dann für kurze Zeit das Spikeprotein des Coronavirus gebildet. Auf diese Weise wird der Körper zu einer Immunantwort angeregt und bildet virusspezifische Antikörper und T-Zellen aus. 

Als Impfvektor kommt ein humanes Schnupfenvirus zum Einsatz. Dieses ist nicht mehr vermehrungsfähig und verursacht somit auch keine Krankheiten. Der COVID-19-Impfstoff Ad26.COV2.S wird in die Muskulatur des Oberarms gespritzt. Er ist momentan der einzige zugelassene Impfstoff, der nur einmal gespritzt werden muss.

Lagerung bei -25 bis -15 °C

Der Impfstoff wird tiefgekühlt bei -25 bis -15 °C gelagert und transportiert, das Verfalldatum für diese Art der Lagerung ist auf der Durchstechflasche und dem Umkarton zu finden. Vor der Anwendung muss die Vakzine im Kühlschrank (bei 2 bis 8 °C) oder bei Raumtemperatur (max. 25 °C) aufgetaut werden. Kommt der Impfstoff dann nicht unmittelbar zum Einsatz, kann die aufgetaute Zubereitung auch für einen Zeitraum von bis zu drei Monaten im Kühlschrank aufbewahrt werden. In diesem Zusammenhang muss aber das ursprüngliche Verfalldatum unleserlich gemacht und das aktualisierte Datum auf dem Umkarton notiert werden. Teilweise wird der Impfstoff auch direkt bei 2 bis 8 °C ins Impfzentrum oder gegebenenfalls in die Apotheke transportiert. Ein Auftauen ist dann nicht mehr nötig. Einmal aufgetauter Impfstoff darf unter keinen Umständen erneut eingefroren werden.

Aseptisches Arbeiten notwendig

Um die Sterilität jeder Dosis zu gewährleisten, muss der Impfstoff unter Anwendung aseptischer Techniken rekonstituiert werden. Wie auch bei den anderen bisher verwendeten COVID-19-Impfstoffen wird daher grundsätzlich nach der No-touch-Technik gearbeitet. Es ist also darauf zu achten, dass die verwendeten Kanülen und das Septum der Durchstechflasche nicht berührt werden. Alle nötigen Arbeiten sollten vor der Zubereitung und nicht direkt darüber durchgeführt werden. Während der ganzen Aufbereitung darf der Impfstoff unter keinen Umständen geschüttelt werden. 

Quelle: Den ganzen Artikel lesen