Was steckt hinter der Studenten-Kampagne für das Rx-Versandverbot?

Was steckt hinter der Studenten-Kampagne für das Rx-Versandverbot?
Können die jungen Pharmazeuten das schaffen, was den „alten“bislang nicht gelungen ist? Pharmaziestudent Benedikt Bühler setzt jedenfalls auf die jugendliche Energie in derKampagne #MitUnsNicht. Bühler ist nicht nur Pharmaziestudent an der Semmelweis Universität inBudapest und stammt aus einer Karlsruher Apothekerfamilie, sondern ist bereitsmit 16 Jahren der Jungen Union und CDU beigetreten. PTAheute.de hat mit Bühler gesprochen – das Interview können Sie online im Podcast nachhören.

„Wer ist eigentlich dieser Benedikt Bühler?“, wollte PTAheute.de wissen: Was wollen er und seine Kommilitonen mit der Kampagne #MitUnsNichterreichen? Cornelia Neth, Chefredakteurin der PTAheute-Online-Redaktion, hatmit Bühler, dem Initiator der Kampagne #MitUnsNicht, gesprochen.

Der Pharmaziestudent hatte bereitsletzte Woche auf sich aufmerksam gemacht, als er in einem offenen Brief anseine neue Bundesvorsitzende der CDU Annegret Kramp-Karrenbauer (AKK) schrieb,um ihr „mit diesem Brief ‚Feuer unterm Hintern‘ zu machen“. Wobei er sich aufein Zitat bezieht, das AKK selbst vor einem knappen Jahr geäußert habe: „MeinGott, ich bin nicht in die Junge Union gegangen, um meinem Landesvorsitzenden zuzujubeln,sondern um ihm Feuer unterm Hintern zu machen.“

Bühler setze nun darauf, dass AKK die Positionen der CDU durchsetzt und ihre „Stärke der inneren Führung“ zeigt, hieß es in dem Brief. (Schon 2018 hatte Bühler außerdem an den damaligen Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe einen Brief zum Thema Rx-Versandverbot geschrieben)

Wer ist also der mutige Pharmaziestudent, der aus einer Karlsruher Apothekerfamilie stammt und kurz nach seinem Schreiben an AKK gemeinsam mit seinen Kommilitonen der deutschsprachigen Fakultät für Pharmazie der Semmelweis Universität in Budapest mit einer Kampagne und Petition in den sozialen Medien nachlegte? 

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Im Gespräch über die Spahn’schen Pläne

Im Gespräch mit PTAheutebekräftigt Bühler nochmals seine Position „Ja! Zum Rx-Versandverbot“.Gleichzeitig ruft er darin zu aktiver Teilnahme junger Menschen an der Politikauf und spricht damit nicht nur Pharmaziestudenten und Apotheker/innen,sondern auch PTAs und PKAs an. In täglichen Facebookposts soll mit der Kampagne gezeigt werden,was die Apotheke vor Ort leistet.

Dass die ABDA sich zuletzt bereit gezeigt hatte, statt desRx-Versandverbots Alternativkonzepte zu verfolgen, kann Bühler dennochverstehen. Im Podcast meint Bühler, dass Spahn die Apotheker sozusagen erpressthabe: Wenn sie sich nicht offen für Alternativkonzepte gezeigt hätten, dannwäre gar nichts passiert. Im Podcast verrät Bühler auch, dass seine Kampagneeigentlich noch vor der Positionierung der ABDA zum Spahn-Plan hätte erscheinensollen. Bühler hofft nun, dass AKK auf Spahn so Druck ausübt, dass das Rx-Versandverbotkommen wird.

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