Ist Alzheimer ansteckend? Neue Studie macht Hoffnung für Angehörige

Ist Alzheimer ansteckend? Neue Studie macht Hoffnung für Angehörige

Deutsche Wissenschaftler konnten jetzt erstmals nachweisen, wie sich die für Alzheimer relevanten Proteine im Körper bewegen. Damit konnten sie die Frage beantworten, ob die Krankheit übertragbar ist – und damit eine Gefahr für Angehörige und Pflegepersonal darstellt.

Schon seit Jahren diskutieren Wissenschaftler, ob Alzheimer ansteckend ist. Damit wäre die Krankheit gefährlich für Angehörige, aber auch für das Pflegepersonal. Deutsche Forscher überprüften diese These nun – und kamen zu einem erfreulichen Ergebnis.

Ist Alzheimer übertragbar?

Die Theorie lautete bisher wie folgt: Alzheimer könnte eine sogenannte Prionen-Erkrankung sein. Prionen sind natürlich vorkommende Eiweiße im Körper, die durch eine krankhaft veränderte Struktur verklumpen können und sich zum Beispiel im Gehirn ablagern und dort zu schwammartigen Schädigungen führen. Andere Beispiele für Prionen-Erkrankungen sind BSE (bovine spongiforme Enzephalopathie) bei Kühen oder CJD (Creutzfeldt-Jacob Erkrankung) beim Menschen, die vor einigen Jahren für viele Schlagzeilen gesorgt haben.

Bei Alzheimer ist ebenfalls ein Eiweiß für die Erkrankung verantwortlich, das sogenannte beta-Amyloid. Aber lässt sich dieses ebenfalls übertragen?

Um das zu prüfen, begannen Wissenschaftler der Universität zu Lübeck einen Mäuseversuch:

  • Kranken Mäusen wurde das gefährliche Alzheimer-Protein entnommen und im Anschluss gesunden Mäusen gespritzt.
  • Die Forscher beobachteten dann den Weg, welchen die Alzheimer-Eiweiße durch den Körper machen.
  • Sie konnten damit nachverfolgen, wie sich das Protein in den Organen ablagert.

Allerding stellten sie fest: Das toxische beta-Amyloid der erkrankten Tiere erreichte nicht das Gehirn der gesunden Tiere. „Für Angehörige und das Pflegepersonal ist dies eine sehr gute Nachricht“, schreiben die Wissenschaftler. „Den Ergebnissen nach kann Alzheimer somit nicht bei der Pflege von Patienten übertragen werden.“

Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler im Fachblatt “EMBOreports".

Risikofaktoren bei Alzheimer

Viele Menschen haben Angst, in ihrem Leben an Alzheimer zu erkranken. Dabei können Sie Ihr Risiko in vielen Fällen selbst beeinflussen. Risikofaktoren sind etwa folgende:

Drei Risikofaktoren für Demenz, die nicht beeinflussbar sind

Nicht alle Risikofaktoren lassen sich allerdings beeinflussen.

Anzeichen für Alzheimer

Häufig ist bei Alzheimer die Früherkennung relevant, um rechtzeitig Maßnahmen zu ergreifen. Anzeichen für die Krankheit sind etwa folgende.

  • Sie vergessen zunehmend Verabredungen. 
  • Sind mehrere Menschen an einem Gespräch beteiligt, haben Sie Schwierigkeiten zu folgen.  
  • An den Inhalt von Gesprächen können Sie sich schon nach kurzer Zeit nicht mehr erinnern. Ereignisse, die länger zurückliegen, sind Ihnen dagegen noch sehr präsent.  
  • Sie haben Probleme, sich in Ihrer eigenen Wohnung oder im altbekannten Supermarkt zurechtzufinden.  
  • Sie finden sich an einem Ort oder in einem Zimmer wieder und haben vergessen, was Sie dort eigentlich tun wollten.  
  • Es fällt Ihnen schwer, eine Mahlzeit zuzubereiten, die mehrere einzelne Schritte erfordert.  
  • Beim Lesen müssen Sie Abschnitte mehrmals wiederholen, um sie zu verstehen, und können sich nicht mehr so gut konzentrieren.  
  • Sie sind schusseliger und nachlässiger geworden.  
  • Ihnen fehlen immer häufiger die richtigen Worte. 
  • Ihre Augenreaktionen verändern sich, die Pupillen weiten sich zum Beispiel schneller oder langsamer. Hierzu ist ein Test beim Augenarzt erforderlich.
  • Sie leiden unter speziellen Schlafstörungen.

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